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Zuständigkeiten & Formulare

Adresse:
Fachdienst - Tiefbau und Umwelt

Hauptstraße 39
35745 Herborn

Telefon: 02772 708-0
Telefax: 02772 708-9400

E-Mail: info(at)herborn.de
Webseite: https://www.herborn.de

Öffnungszeiten:

Stadtverwaltung

Mo.:

08:00 - 12:30 Uhr &
13:30 - 16:00 Uhr

Di.:

08:00 - 12:30 Uhr &
13:30 - 16:00 Uhr

Mi.:

08:00 - 12:30 Uhr

Do.:

08:00 - 12:30 Uhr &
13:30 - 18:00 Uhr

Fr.:

08:00 - 12:30 Uhr

sowie nach Vereinbarung

 

 

Barkasse

Mo.:

08:00 - 12:30 Uhr

Do.:

08:00 - 12:30 Uhr &
13:30 - 18:00 Uhr

Bürgerbüro

Mo.:

08:00 - 16:00 Uhr

Di.:

08:00 - 16:00 Uhr

Mi.:

08:00 - 12:30 Uhr

Do.:

08:00 - 18:00 Uhr

Fr.:

08:00 - 12:30 Uhr

Immer durchgehend geöffnet

Ansprechpartner:

Herr Andreas Meier
Zimmernummer: 100

Telefon: 02772 708-425
Telefax: 02772 708-9425
E-Mail: a.meier(at)herborn.de

Herr Oliver Tritschler
Zimmernummer: 100

Telefon: 02772 708-253
Telefax: 02772 708-9253
E-Mail: o.tritschler(at)herborn.de

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Adresse:
Lahn-Dill-Kreis - 26.1 Natur und Umwelt

Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

Telefon: 06441 407-2250
Telefax: 06441 407-1065

E-Mail: umwelt(at)lahn-dill-kreis.de

Öffnungszeiten:
Montag - Mittwoch 07:30 - 12:30 Uhr Donnerstag 07:30 - 12:30 Uhr und 13:30 - 18:00 Uhr Freitag 07:30 - 12:30 Uhr oder nach Vereinbarung

Ansprechpartner:

NN

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Leistungsbeschreibung

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) regelt in § 39 ganz allgemein den Umgang mit wild lebenden Tieren und wild wachsenden  Pflanzen, auch wenn sie nicht besonders geschützt sind. Solche Tier- oder Pflanzenarten und deren Lebensräume dürfen nicht ohne vernünftigen Grund beeinträchtigt werden. Besonders wird geregelt:

  • das gewerbsmäßige Sammeln,
  • das Abbrennen oder sonstige Beseitigen von Pflanzenbeständen
  • der Rückschnitt von Röhricht, Hecken und Bäumen,
  • den Einsatz von Grabenfräsen
  • das Aufsuchen von Fledermausquartieren im Winterhalbjahr.

Der übliche, regelmäßige Hecken- und Baumschnitt in Gärten und Parks bleibt auch in der Vegetationsperiode zulässig, soweit z.B. Vogelnester geschont bleiben. Ansonsten sind Details zu prüfen und ggf. mit der Naturschutzbehörde zu klären.

Die Beeinträchtigung von Vorkommen besonders oder streng geschützter Arten ist nach Maßgabe des § 44 Abs. 1 BNatSchG verboten.  

Dies kann auch baugenehmigungsfreie Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen an Gebäuden betreffen; z.B. Beseitigung von Nestern (z.B. Eulen, Falken, Mauersegler) oder Fledermausquartieren, Eidechsen- oder Heuschreckenvorkommen (z.B. besonnte Trockenmauern oder Schotterflächen). 

Verboten sind insbesondere:

  • Tötung
  • Entnahme aus der Natur (auch Umsiedlung)
  • Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten
  • Störung von Arten, besonders während der Aufzuchtzeiten.

Es ist jeweils zu klären, ob gesetzliche Freistellungen greifen oder eine Ausnahme (§ 45 Abs. 7 BNatSchG) oder Befreiung (§ 67 BNatSchG) erforderlich ist. Bei der Zulassung von Handlungen, Eingriffen, Vorhaben oder Projekten (nachfolgend synonym als Vorhaben bezeichnet) ist deshalb überschlägig zu prüfen, ob die Verletzung artenschutzrechtlicher Verbote wahrscheinlich ist. Dies gilt regelmäßig, wenn sich durch die Errichtung oder den Betrieb Einwirkungen auf Vorkommen geschützter Arten ergeben, die gegenüber dem vorherigen Zustand zu einer signifikanten Erhöhung der Einwirkungsintensität auf Natur und Landschaft führen. Beispiele:

  • Zerstörung oder Beseitigung von Nestern
    (z.B. an Fassaden oder auf Dachböden im Zuge von Wärmedämmungsmaßnahmen)
  • Beseitigung spezieller Habitatstrukturen
    (z.B. markante Höhlenbäume, Hecken, Rastplätze, seltene Sonderbiotope)

Im Außenbereich können ferner von Bedeutung sein: Anlockende oder abstoßende Objektwirkungen (z.B. Licht, Schall, Gerüche, Farben), bewegte Objekte (z.B. Fahrzeuge, bewegte Teile) oder das Einbringen von in der Natur unüblichen Strukturen  (z.B. horizontale Leiterseile, Glasscheiben).

Ferner sollten auf Grund der Lebensraumstruktur oder aus anderen Gründen Hinweise auf das Vorkommen entsprechender Arten bestehen (z.B. tierische Kotreste in oder an Gebäuden, Reste von Nestern). Je mehr diese Voraussetzungen vorliegen, umso mehr besteht das Risiko der Verletzung artenschutzrechtlicher Verbote i.S.d. § 44 BNatSchG . Entsprechend sind diese Belange vertieft zu untersuchen.

An wen muss ich mich wenden?

An die Untere Naturschutzbehörde: Kreisverwaltung oder – bei Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern, - die Stadtverwaltung

Welche Gebühren fallen an?

Amtshandlungen nach dem Naturschutzrecht sind i. d. R. kostenpflichtig. Die Höhe der Kosten einer  Ausnahme oder Befreiung von artenschutzrechtlichen Verboten richtet sich nach dem Umfang der Maßnahme.

Details enthält die Verwaltungskostenordnung für den Geschäftsbereich des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (VwKostO-

MUELV

MUKLV ).

Die Zulassung einer isolierten Ausnahme nach § 45 Abs. 7 Satz 1 BNatSchG  kostet zwischen  14,00 Euro - 1.950,00 Euro, eine Befreiung nach § 67 BNatSchG mindestens 30,00 Euro.

Kostenfrei sind Ausnahmen oder Befreiungen für Untersuchungen zur Erstellung von Roten Listen oder die Ermittlung notwendiger Artenhilfsmaßnahmen und für deren Durchführung sowie für Rettungsumsiedlungen oder für eine Tötung bei erheblichem Gefährdungspotential.

Anträge / Formulare

Musterbogen für die artenschutzrechtliche Prüfung
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Was sollte ich noch wissen?

Auskunft, wie eine Art gesetzlich geschützt ist, erteilt das Wissenschaftliche Informationssystem zum Internationalen Artenschutz (WISIA) des Bundesamtes für Naturschutz (BfN):

Wissenschaftliches Informationssystem zum Internationalen Artenschutz (WISIA)
(Artenschutzdatenbank des Bundesamt für Naturschutz in Bonn)

Fachlich freigegeben durch

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Fachlich freigegeben am

22.05.2017
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