Eheschließung; Anmeldung

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Zuständigkeiten & Formulare

Adresse:
Stadt Herborn - Fachdienst - Standesamt und soziale Angelegenheiten

Hauptstraße 39
35745 Herborn

Telefon: 02772 708-0
Telefax: 02772 708-9400

E-Mail: info(at)herborn.de
Webseite: http://www.herborn.de

Öffnungszeiten Verwaltung:

Mo. - Fr.:   08:00 - 12:30 Uhr

Mo. + Di.:  13:30 - 16:00 Uhr

Do.:           13:30 - 18:00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Ansprechpartner:

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Leistungsbeschreibung

Bevor Sie heiraten können, müssen Sie die Eheschließung anmelden, früher wurde dies auch "Aufgebot bestellen" genannt.

Der Ort, an dem die Eheschließung angemeldet wird, muss nicht gleichzeitig der Ort sein, an dem die Ehe geschlossen werden soll. Die Ehe kann grundsätzlich in jedem Standesamt in Deutschland geschlossen werden.

Bei der Eheschließung müssen keine Trauzeugen anwesend sein. Wenn Sie dies jedoch wünschen, können Sie eine oder 2 Personen zu Trauzeugen bestimmen.

Ob Sie in der Ehe einen gemeinsamen oder getrennte Familiennamen führen wollen, kann bei der Eheschließung oder auch zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.

Verfahrensablauf

  • Um die Eheschließung anzumelden, suchen in der Regel beide Partner (Verlobte) gemeinsam das zuständige Standesamt auf.
  • Ist einer der beiden verhindert, kann der andere die Eheschließung allein anmelden. Das Standesamt benötigt dazu die schriftliche Vollmacht des verhinderten Partners.
  • Sind beide aus wichtigem Grund verhindert, können sie die Eheschließung auch schriftlich oder durch einen Bevollmächtigten anmelden.
  • Stellt das Standesamt kein Ehehindernis fest, bekommen Sie die Mitteilung, dass die Eheschließung vorgenommen werden kann.

An wen muss ich mich wenden?

  • Das Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich einer der Eheschließenden (Verlobten) seinen Wohnsitz (Haupt- oder Nebenwohnsitz) oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat
  • bei Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland: Standesamt, das die Eheschließung vornehmen soll

Voraussetzungen

  • Volljährigkeit
    • Die Ehe soll grundsätzlich nicht vor Eintritt der Volljährigkeit (mit 18 Jahren) eingegangen werden.
    • Minderjährige können ausnahmsweise auch heiraten, wenn sie mindestens 16 Jahre alt sind und der künftige Ehepartner volljährig ist. Hierzu ist eine Befreiung durch das Familiengericht notwendig. Das Gericht hört bei diesem Verfahren neben der oder dem Minderjährigen auch deren oder dessen gesetzliche Vertreter (in der Regel die Eltern) an.
  • Keine Ehe zwischen Verwandten
    Nicht zulässig ist die Ehe zwischen Verwandten in gerader Linie (zum Beispiel Eltern und ihren Kindern) und zwischen Geschwistern und Halbgeschwistern. Dies gilt auch, wenn das Verwandtschaftsverhältnis durch eine Adoption begründet wurde.
     
  • Keine Doppelehen
    Doppelehen sind in Deutschland verboten. Eine zuvor eingegangene Ehe muss vor einer erneuten Eheschließung durch Tod, Scheidung oder sonstiges rechtskräftiges gerichtliches Urteil aufgelöst worden sein. Wurde eine frühere Ehe im Ausland geschieden, so muss die Scheidung in der Regel in Deutschland erst ausdrücklich anerkannt werden, damit sie hier auch wirksam wird. Ausnahmen gelten vor allem für die meisten Staaten der EU. Auch eine zuvor begründete Eingetragene Lebenspartnerschaft muss aufgelöst sein.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Bei deutschen Staatsangehörigen, die ihre erste Ehe eingehen:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Aufenthaltsbescheinigung der Meldebehörde (nicht älter als 4 Wochen)
  • wenn die Geburt im Inland beurkundet wurde:
    • beglaubigter Auszug aus dem (elektronischen) Geburtenregister oder beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch (in Papierform; vom Standesamt des Geburtsortes)
  • wenn die Geburt im Ausland beurkundet wurde:
  • aktuelle Geburtsurkunde

Zusätzlich bei Partnern, die bereits verheiratet waren oder in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft lebten:

  • Ehe-/Lebenspartnerschaftsurkunde und rechtskräftiges Scheidungsurteil bzw. Nachweis über die Auflösung der Lebenspartnerschaft
  • im Todesfall die Ehe-/Lebenspartnerschaftsurkunde und die Sterbeurkunde des früheren Ehe-/Lebenspartners beziehungsweise

Erfolgte die Scheidung im Ausland, sollten Sie sich vorab beim Standesamt erkundigen, ob ein Anerkennungsverfahren erforderlich ist. Bitte bringen Sie hierzu mit:

  • alle Eheurkunden
  • alle rechtskräftigen Scheidungsurteile (mit Tatbestand und Entscheidungsgründen)
  • eine vollständige Übersetzung durch einen im Inland vereidigten Urkundenübersetzer

Zusätzlich bei Partnern, die gemeinsame Kinder haben oder aus Vorehen für Kinder sorgeberechtigt sind:

  • Geburtsurkunden der Kinder

Bei einem Partner aus dem Ausland:

  • gültiger Personalausweis / Reisepass oder anderer Identifikationsnachweis
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit, wenn sich dies nicht aus dem Personalausweis oder Reisepass ergibt
  • Aufenthaltsbescheinigung der Meldebehörde (nicht älter als 4 Wochen)
  • Geburtsurkunde
  • Ehefähigkeitszeugnis (Link Leistungsbeschreibung im Hessen-Finder)
    • Für Partner aus Staaten, in denen keine Ehefähigkeitszeugnisse ausgestellt werden, empfiehlt sich eine Beratung im Standesamt über die Befreiung von der Pflicht, ein Ehefähigkeitszeugnis vorlegen zu müssen. Diese wird vom Präsidenten des Oberlandesgerichts erteilt. Der Standesbeamte oder die Standesbeamtin nimmt den Antrag auf und leitet ihn weiter.

Fremdsprachige Urkunden:
Zu fremdsprachigen Urkunden benötigt das Standesamt grundsätzlich lückenlose Übersetzungen in die deutsche Sprache, gefertigt von einem in Deutschland öffentlich bestellten und vereidigten Übersetzer.
Ausländische Urkunden bedürfen häufig auch einer Beglaubigung durch die zuständige ausländische Behörde.

Weitere Unterlagen:
Das Standesamt kann unter Umständen weitere Unterlagen nachfordern, wie etwa die Einbürgerungsurkunde.

Ehefähigkeitszeugnis
(Leistungsbeschreibung im Hessen-Finder)

Welche Gebühren fallen an?

Anmeldung der Eheschließung (Prüfen der Voraussetzungen)

  • 42,00 Euro wenn nur deutsches Recht zu berücksichtigen ist
  • 21,00 Euro wenn ausländisches Recht zu berücksichtigen ist, zusätzlich je ausländisches Recht 

Erneutes Prüfen der Voraussetzungen (nach § 29 Personenstandsverordnung):

  • 21,00 Euro wenn nur deutsches Recht zu berücksichtigen ist
  • 11,00 Euro wenn auch ausländisches Recht zu berücksichtigen ist, zusätzlich je ausländisches Recht 

Für die Vornahme der Eheschließung in der Regel:

  • 42,00 Euro in den Amtsräumen, während der allgemeinen Öffnungszeiten
  • 63,00 in den Amtsräumen, außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten
  • 63,00 Euro außerhalb der Amtsräume, während der allgemeinen Öffnungszeiten
  • 94,00 Euro außerhalb der Amtsräume, außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten

Welche Fristen muss ich beachten?

Stellt die Standesbeamtin oder der Standesbeamte nach Abschluss der Prüfung fest, dass die Voraussetzungen für eine Eheschließung erfüllt sind, können Sie innerhalb von 6 Monaten heiraten. Danach muss die Eheschließung erneut angemeldet werden.

Fachlich freigegeben durch

Bundesministerium des Innern und Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz/Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

Fachlich freigegeben am

05.01.2017
  • 2 Eheurkunden für 16,00 €

Hinzu kommen ggf. noch:

  • Nutzung Großer Saal 40,00 €
  • Nutzung Rathausfoyer 20,00 €
  • Stammbuch ab 25,00 €
  • Leihgebühr für Stehtische mit Hussen (5,00 €/Stück) und Sektgläser (0,50€/Stück)

Das Gespräch zur Anmeldung zur Eheschließung dauert etwa 30 und 40 Minuten.

Die meisten Trauungen im Standesamt dauern zwischen 20 und 30 Minuten.

Romantisch, persönlich, unvergesslich - Genießen Sie Ihren schönsten Tag im Leben in Herborn

Das Rathaus im historischen Stadtkern ist eines der markantesten Fachwerkhäuser in der Region. Für Ihre Trauung bietet es Ihnen einen außergewöhnlichen und würdevollen Rahmen. Das Ja-Wort können sich Paar montags bis samstags geben.

Die Räumlichkeiten:

    -Trauzimmer für kleinere Hochzeitsgesellschaften (max. 12 Personen)
    - "Großen Saal" (52 Sitzplätze und weitere Stehplätze)

Die Trauräume sind barrierefrei zu erreichen. Im Neubau befindet sich ein Aufzug.

Wir möchten Ihre Trauung so persönlich wie möglich gestalten. Erzählen Sie uns, was wir in der Trauansprache erwähnen sollten. Gerne können eigene Bilder gezeigt und Musik abgespielt werden.

Ablauf der Trauung
o    Begrüßung und kurze Trauansprache durch die Standesbeamtin/den Standesbeamten
o    Trauzeremonie mit Ringwechsel (auf Wunsch)
o    Verlesen und unterschreiben der Niederschrift
o    Aushändigung der Eheurkunden

Dauer der Trauung: 20 bis 30 Minuten

Auf dem lebendigen Marktplatz mitten in der Altstadt oder im stilvollen Rathausfoyer ist ein Sektempfang im Anschluss selbstverständlich möglich. Stehtische mit Hussen und Sektgläser können gegen eine kleine Gebühr geliehen werden.

Häufig warten Freunde und Familie vor dem Standesamt auf das frisch vermählte Paar. Bitte weisen Sie Ihre Lieben darauf hin, dass das Werfen von Konfetti und Reis oder auch das Streuen von Herzen, Blütenblättern oder ähnlichem in und vor dem Rathaus nicht zulässig ist. Bei einem Verstoß gegen die Regelung, müssen wir Ihnen die Reinigung in Rechnung stellen. Vielleicht bieten Seifenblasen oder Luftballons dazu eine schöne Alternative.

Wir akzeptieren Terminvormerkungen für Trautermine auch über mehr als 6 Monate im Voraus, soweit dies möglich ist. Diese sind unverbindlich und stehen unter dem Vorbehalt einer späteren, gültigen Eheanmeldung. Termine für das Jahr 2019 nehmen wir ab September 2018 entgegenen.

Seit dem 1.7.1998 ist es nicht mehr notwendig für eine Trauung Trauzeugen zu benennen. Dennoch können Sie ein oder zwei Trauzeugen bei Ihrer standesamtlichen Hochzeit dabei haben, wenn Sie dies wünschen. Die Trauzeugen müssen sich mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass ausweisen.

 

 

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