"Freiwilligendienst aller Generationen": Kümmerer gesucht bei der Wohnungssuche für Geflüchtete

Wollen Sie etwas in ihrem Stadtteil bewegen, ist ein soziales Miteinander ihnen wichtig? Damit das Leben in den Stadtteilen Herborns attraktiv bleibt, braucht es Menschen, die sich für die Allgemeinheit engagieren. Die Vereinsarbeit von über 200 Vereinen und viele zivilgesellschaftliche Initiativen in Herborn profitieren von Menschen, die, neben oder nach der Erwerbstätigkeit, Freizeit aufbringen, um eine Jugendmannschaft zu trainieren, Alltagshilfen für ältere Menschen anzubieten oder sich in der Arbeit mit geflüchteten Menschen engagieren. Fehlt dieses freiwillige soziale Engagement, sind viele Projekte undenkbar.

Mit dem Projekt „Freiwilligendienst aller Generationen“ (FdaG) sollen noch dieses Jahr in Herborn und anderen Gemeinden des Lahn-Dill-Kreises weitere Menschen gewonnen werden, sich für das Gemeinwesen einzubringen. Das Projekt „Freiwilligendienst aller Generationen“ wird vom Hessischen Ministerium für Soziales finanziell unterstützt, Beratung und Ansprechpartner für das Engagement vor Ort bietet der Verein Freiwilligenzentrum Mittelhessen (FWZ) in Wetzlar.
Über die vielfältigen Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren, informierte Monika Hauk, Freiwilligenmanagerin vom Freiwilligenzentrum Mittelhessen, in der vergangenen Woche in der AWO Herborn. Menschen dafür zu gewinnen, sich unentgeltlich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, und Ideen für Projekte in Herborn auszutauschen, war Ziel eines Gesprächs zwischen ehrenamtlich Aktiven, Joachim Spahn (Leiter des Mehrgenerationenhauses der AWO Herborn) sowie Cornelia Glade-Wolter (Verantwortliche für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Herborn). Ganz allgemein sei im Rahmen des Projekts „Freiwilligendienst aller Generationen“ Vieles denkbar, wo Menschen sich um Andere kümmern, mitgestalten und im eigenen Ort angepackt wollen. Ohne das Engagement von Ehrenamtlichen können Seniorentreffs, Dorfläden oder Nachbarschaftshilfen nicht initiiert oder am Leben gehalten werden. Deshalb unterstützt das Freiwilligenzentrum Mittelhessen Ehrenamtliche auch bei deren Qualifizierung und Vernetzung. Ob in der Hausaufgabenbetreuung, Begleitung von Flüchtlingen oder im Seniorentreff, wer sich sozial einbringe, finde gerade auch im Ruhestand häufig eine erfüllende Aufgabe im Ehrenamt.
Für Herborn wird nun ganz konkret eine Person gesucht, die die Freiwilligen des „Netzwerk Flüchtlingshilfe Herborn“ bei der Wohnungssuche für Geflüchtete unterstützt, oder vielmehr diese Aufgabe federführend übernimmt. Die Praxis in der Flüchtlingshilfe habe gezeigt, dass die Wohnungssuche für Geflüchtete eine herausfordernde Aufgabe sei, berichtete Cornelia Glade-Wolter. Gesucht werde ein „Kümmerer“, der oder die geflüchtete Menschen bei der Wohnungssuche unterstützt, mit Vermietern Kontakt aufnimmt und hilft Vorurteile abzubauen. Wer in Herborn gut vernetzt sei, etwas Wissen auf dem Gebiet des Mietrechts mitbringe und Verhandlungsgeschick besitze, sei für diese Aufgabe gut gerüstet. Eine kleine Aufwandsentschädigung wird über das Projekt abgebildet. Wer interessiert sei, sich um andere Menschen zu kümmern, kann sich beim Freiwilligenzentrum Mittelhessen an Monika Hauk wenden Tel. 06441-959295, E-Mail info@freiwilligenzentrum-mittelhessen.de oder bei der Stadtverwaltung Herborn an Cornelia  Glade-Wolter, Tel. 02772-708 270 oder E-Mail c.glade-wolter@herborn.de.
 
Foto:  Ehrenamt in Herborn stärken: Erfahrungsaustausch in der AWO, um Mitmenschen für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. (v. l.) Monika Hauk, Cornelia Glade-Wolter,  Brigitte Lehmhardt, Tom Bucholzki, Traudel Stumpf und Joachim Spahn.