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Hausbesuchsprogramm „HIPPY“ des DRK Kreisverbandes e.V. startet auch in Herborn

Zu sehen sind: DRK-Kreisgeschäftsführer Bruno Lehberger, Bürgermeister Hans Benner, Lebenshilfe KitaLeiterin Cornelia Müller, Leiterin der städtischen Kita Konrad Adenauer Strasse Cordula Giese, Hausbesucherin Filiz Cetinkaya, DRK-Kreis-Vize Hermann Steubing, Koordinatorin Angelika Georg, Hausbesucherin Tatjana Kerker, Markus Betz, Rittal und Friedemann Hensgen, Vorsitzender des Stiftungsrates Rittal Foundation.

Herborn, 4.12.2014: "HIPPY" steht für : "Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters" . Dahinter verbirgt sich ein interkultuerelles Bildungsprogramm mit dem Ziel der frühen Förderung von Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren. Das Kindertagesstätten ergänzende und Familien unterstützende Programm richtet sich vorrangig an Familien mit Migrationshintergrund; das Programm ist jedoch auch dazu ausgelegt, deutschstämmige Familien zu unterstützen.

Die Koordinatorin von "HIPPY" Angelika Georg erläutert gemeinsam mit den beiden Hausbesucherinnen Filiz Cetinkaya und Tatjana Kerker die Kernpunkte des Unterstützungsangebotes: Die Dauer von "HIPPY" beträgt je nach Einstiegsalter des Kindes ein, zwei oder auch drei Jahre. Die Hausbesucherinnen befähigen die Eltern eines Kindes -in den meisten Fällen sind es die Mütter- in vierzehntägigen Besuchen, mit dem Spiel - und Rollenspielmaterial von HIPPY umzugehen, so dass die Mütter selbst wiederum täglich mit ihren Kindern lernen und sich beschäftigen können. Dabei werden spielerisch die Feinmotorik, die Auge-Hand-Koordination und die visuelle Unterscheidungsfähigkeit geschult.

Zusätzlich werden erste Eindrücke von Buchstaben, Zahlen und Formen vermittelt sowie das logische Denken und die Sprachentwicklung des Kindes gestärkt. Über das Lernen hinaus stärkt das HIPPY Programm die familiären Beziehungen, die Nähe und des Austausch zwischen Eltern und Kind und regt zu gemeinsamen Aktivitäten an. Dass die Hausbesucherinnen ebenfalls einen Migrationshintergrund haben vereinfacht den kulturellen Zugang zu den Familien. In Herborn wurden 13 Familien über die Frühförderstelle und die Kindertagesstätte der Lebenshilfe Burg und die Städtische Kita Konrad Adenauer Strasse auf das Programm angesprochen, so dass Mitte Oktober die ersten Hausbesuche stattfanden. In Kürze findet ein erstens Gruppentreffen der Teilnehmenden im Haus der Vereine statt. Neben dem Ziel, Eltern untereinander in Kontakt zu bringen werden auch Elternbildungsangebote vorbereitet.

Themen sind hier: Erziehung, Gesundheit, Ernährung und Freizeitgestaltung. Bruno Lehberger, DRK Geschäftsführer, erinnert an die Anfänge in Herborn. "Im Herbst 2013 haben wir unser Anliegen der Rittal Foundation und der Stadt Herborn vorgestellt. Wir sind dankbar, dass die Rittal Foundation uns großzügig unterstützt und die Stadtverordnetenversammlung ebenfalls beschlossen hat, diese Projekt in Herborn - auch finanziell- zu ermöglichen." Weitere Mittel kommen aus Eigenmitteln des DRK sowie durch Zuschüsse des Lahn-Dill-Kreises. Erfahrungen aus inzwischen fast 40 HIPPY Standorten in Deutschland zeigen, wie wertvoll und hilfreich das Programm für Familien ist.