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Herborn legt den Schalter um: Für mehr Umwelt- und Klimaschutz geht das Licht am 24. März zur WWF Earth Hour aus

Viermal blieben Ende März auf Wunsch der Stadtverordneten das Herborner Schloss, der Leonhardsturm und die Kirche in Burg schon im Dunkeln. Am Abend des 24. März ist es wieder so weit: Anlässlich der weltweiten Earth Hour bleiben um 20:30 Uhr berühmte Gebäude oder ganze Straßenzüge rund um den Globus für eine Stunde im Dunkeln. Die Stadtverordneten stimmten vor vier Jahren für die Teilnahme an der Klimaschutzaktion der Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF).

Ausgangspunkt der „Stunde der Erde“ war im Jahr 2007 Sydney. Seitdem ist die Aktion eine globale Bewegung. Die WWF Earth Hour findet 2018 zum zwölften Mal statt, bundesweit wird sie seit 2009 gefeiert. An der letzten Earth Hour beteiligten sich über 7.000 Städte in 187 Ländern. Auf dem ganzen Erdball wurden Lichter weltberühmter Denkmale gelöscht, beispielsweise am Eiffelturm, dem Brandenburger Tor oder der Frankfurter Skyline.

Sein ökologisches Bewusstsein zeigt Herborn auf vielfältige Weise: Die Straßenleuchten im gesamten Stadtgebiet wie auch die Giebelbeleuchtung der historischen Altstadt wurde auf die sparsame LED-Technik oder NAV-Leuchten (Natriumdampf-Leuchten) umgerüstet. Damit spart die Stadt bis zu 70 Prozent der bisherigen Energiekosten im Bereich Straßenbeleuchtung. Seit dem vergangenen Jahr rollt ein emissionsarmes Elektro-Fahrzeug als Dienstwagen durch die Stadt. Den Strom für dessen Aufladung liefern die Stadtwerke aus regenerativen Quellen (u.a. Wasserkraft). Zum zweiten Mal beteiligt sich Herborn an der Aktion des Klimabündnisses „Stadtradeln“, die die Nutzung des Fahrrads als Transportvehikel in den Fokus rückt. Für Radfahrer und Nutzer von E-Bikes wurden schon im vergangenen Jahr am Bahnhof Herborn abschließbare Fahrradboxen mit Ladestation errichtet.

„Erfolge für den Klimaschutz kann Herborn schon bei der Sanierung städtischer Gebäude aufweisen. Das haben wir durch den Einbau energiesparender Heizungsanlagen erreicht. Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Dächern, wie der Turnhalle in Schönbach und der Hörbacher Mehrzweckhalle, sind sichtbare Zeichen, dass Klimaschutz für uns wichtig ist“, führt Bürgermeister Hans Benner aus. Auch Investitionen wie zur Renaturierung des Amdorfbaches trügen zum Umweltschutz und der besseren Anpassung heimischer Arten an den Klimawandel bei. Beratungsangebote um Energiekosten einzusparen, finden Herborner Bürgerinnen und Bürger bei den Stadtwerken und der Verbraucherberatung in der Stadtbücherei. Auch die Beteiligung der Stadtwerke an der Lahn-Dill-Bergland Energie GmbH sei als Investition für den Ausbau von erneuerbaren Energien in der Region anzusehen.

Wenn am 24. März weltweit für eine Stunde das Licht abgeschaltet wird, setzt auch Herborn ein unübersehbares Zeichen für mehr Umwelt- und Klimaschutz. „Die WWF Earth Hour ist eine symbolische Aktion, die zum Umdenken anregen soll, und ist ein Aufruf an die Einwohner der Stadt sich aktiv und lokal für den Klimaschutz einzusetzen“, verdeutlicht Bürgermeister Hans Benner. Einmaliges Licht-Ausschalten reicht jedoch nicht zur Lösung globaler Probleme wie des Klimawandels: Denn Klimaschutz kann an 365 Tagen im Jahr gelebt werden und hat weit mehr Facetten als Stromsparen.

Mit einfachen Tricks kann jeder ganz effektiv Energie sparen und zum Klimaschutz beitragen: Ob man das Fahrrad gegen das Auto tauscht, beim Essen auf weniger Fleisch und mehr regionale Produkte aus ökologischen Anbau achtet oder Elektrogeräte komplett ausschaltet. Ein erster Schritt ist immer die eigene Bequemlichkeit zu überwinden und „falsche“ Gewohnheiten abzulegen. Denkanstöße zum Ändern von klimaschädlichem Verhalten ist auf der deutschsprachigen Homepage zu Earth Hour  www.wwf.de/earthhour zu finden oder in englischer Sprache auf www.earthhour.org.