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Menschen gehen vor: Fünf Veranstaltungen in der „Woche der Arbeit“

Bündnis wirbt vereint für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen an Lahn und Dill. Was bedeutet Ihnen der 1. Mai? Wie begehen Sie den „Tag der Arbeit“? In der Walpurgisnacht in den Mai tanzen, eine Wanderung mit dem Bollerwagen unternehmen oder an dem freien Tag richtig entspannen. Der erste Tag im Mai ist in Deutschland und vielen Ländern weltweit ein Feiertag.

 Anfang Mai versammeln sich traditionell Arbeitnehmer um für Ihre Rechte zu demonstrieren: Den Achtstundentag, den Mindestlohn oder allgemein faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen. Viele Errungenschaften im Arbeitsrecht gehen Forderungen aus Demonstrationen und Streiks zurück.
Seit 15 Jahren finden in Herborn im Vorfeld des ersten Mai abwechslungsreiche Veranstaltungen in der „Woche der Arbeit“ statt. Zur Freude von Harald Serth, dem Generalsekretär der Herborner IG Metall, „gelingt es seit Jahren durch die Zusammenarbeit unterschiedlichster gesellschaftlicher Organisationen und Institutionen den Mensch in den Fokus zu rücken“.

Die Aktivitäten in der „Woche der Arbeit“ werden federführend von der IG Metall Herborn gemeinsam mit der Stadt Herborn, der evangelischen und katholischen Kirchen, Schülern des Johanneum Gymnasiums, der Arbeiterwohlfahrt Herborn, dem Diakonischen Werk, dem Dekanat an der Dill, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und den Gewerkschaften GEW und Verdi veranstaltet. Bürgermeister Hans Benner begrüßt und unterstützt die enge Kooperation zur „Woche der Arbeit“ und verweist darauf, „ dass die Veranstaltungen aktuelle Themen bündeln, Raum zum Austausch bieten und dazu einladen die Zukunft in unserer Stadt oder dem Landkreis gemeinsam zu gestalten“.

Den Auftakt bildet heute (20. April) das Kabarett „D saster“ der Leipziger Pfeffermühle. In der Kulturscheune Herborn werden ab 19:30 Uhr satirische Antworten auf die Fragen gesucht: „Was ist aus „Good Old Germany“ geworden? Und wer ist schuld? Der Eintritt an der Abendkasse kostet 10 Euro.

Beim „Herborner Frühstück“ am 22. April kommen Interessierte mit Dr. Uwe Röndigs, dem Chefredakteur der Zeitungsgruppe Lahn-Dill, ins Gespräch. Er geht in einem Kurzvortrag der Frage nach wer unsere Meinung beeinflusst. Dr. Uwe Röndigs beleuchtet auch das eigene Medium Zeitung kritisch und fragt was heute noch wahr ist. Das Frühstück findet ab 9:30 Uhr in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt im Walkmühlenweg 5 statt.

Ein ökumenischer Gottesdienst am 23. April um 17 Uhr in der Katholischen Kirche Dillenburg-Frohnhausen steht unter dem Motto „Nichts als die Wahrheit!?Die Liturgie und Predigt wird gemeinsam von Dekan Roland Jaeckle und Maria Becker, Bezirksreferentin der Kath. Kirche, gestaltet.
Eine Ausstellung künstlerischer Werke zum Thema Arbeit zeigtSchülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe neun des Johanneum Gymnasium zeigen vom 26. April bis 4. Mai im Foyer des Rathauses. Neben Werkzeugen als Arbeitsmittel präsentieren die jungen Erwachsenen Visionen der (eigenen) Arbeit in der Zukunft, die sie im Unterricht bei Ute Holdenried und Anke Eißmann angefertigt haben. Die Ausstellung wird am 26. April mit einer Vernissage eröffnet.

Die Mai-Kundgebung auf dem Marktplatz in Herborn bildet auch an diesem 1. Mai den Höhe- und Endpunkt der „Woche der Arbeit“. Ab 10:30 Uhr laden der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Einzelgewerkschaften IG Metall, Verdi und GEW alle Arbeitnehmer, unabhängig von der Gewerkschafts-Mitgliedschaft, zum Demonstrationszug vom Herkules-Parkplatz am Hüttenweg zum Marktplatz ein. Eine Kundgebung auf dem Herborner Marktplatz unter dem Motto „Wir sind viele. Wir sind eins“ beginnt um 11 Uhr mit Wortbeiträgen des IG Metall-Bevollmächtigten Hans-Peter Wieth und Thorsten Schäfer-Gümbel, dem hessischen Landesvorsitzenden und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD.  Im vergangenen Jahr haben sich etwa 500 Menschen an der Kundgebung beteiligt, Harald Serth hofft auf noch größere Beteiligung, „weil heute das Einstehen für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen auch in Deutschland notwendig ist“. Soziale Gerechtigkeit in einer Demokratie sei kein Status Quo, sondern beginne mit dem Erkennen von Ungleichheiten und dem persönlichen Einstehen für einen Wandel.