Projekt „Sport und Flüchtlinge“: Joachim Spahn bleibt ehrenamtlicher Sport-Coach

Offenheit, Empathie und Toleranz sind nicht nur in seinem Beruf bei der Arbeiterwohlfahrt Herborn wichtig, sondern auch im Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe. Seit dem Jahr 2016 unterstützt Joachim Spahn, als ehrenamtlicher kommunaler Sport-Coach, Vereine im Stadtgebiet Herborn Sportangebote für und mit Flüchtlingen auf die Beine zu stellen.

Auch 2019 führt er die Arbeit als zertifizierter Sportcoach fort. In der vergangenen Woche überreichte Bürgermeister Hans Benner die Ernennungsurkunde des Hessischen Innenministeriums.

„Herr Spahn ist nun seit drei Jahren ehrenamtlicher Sport-Coachin unserer Stadt, für den unermüdlichen Einsatz danke ich im Namen der Stadt. Schon zum Projektbeginn zeigte sich, dass Sport für Flüchtlinge eine Chance ist in Kontakt mit Deutschen zu kommen, die Sprache spielerisch zu lernen und vor allem am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben“, erinnert sich Bürgermeister Hans Benner.

Weil Sport für Joachim Spahns Leben stets von großer Bedeutung war, ist es ihm ein wichtiges Anliegen diese Begeisterung weiterzugeben und gemeinsam mit heimischen Vereinen Sportangebote für geflüchtete Menschen anzubieten. Schon als Jugendwart und Trainer von kulturell heterogenen Teams erkannte der 51-Jährige Spahn wie wichtig Verständnis und Offenheit für ein faires Spiel sind, ob im Fußball oder jeder anderen Sportart. Über sein Engagement sagt Joachim Spahn „in Deutschland zu leben, ist für mich ein großes Privileg: Wenn ich irgendwo, in einem fremden Land, neu wäre, würde ich mir wünschen, dass es einen Ansprechpartner, wie mich als Sport-Coach, gäbe.“

„Danke, dass sie das Projekt „Sport mit Flüchtlingen“ in Herborn mit ihren Ideen und vielfältigen Kontakten in die Vereinswelt mit Leben gefüllt haben. Ein ebenso großes Dankeschön gebührt ihnen dafür, dass sie weitermachen“, unterstrich Benner. Gleichwohl weniger Geflüchtete nach Deutschland und Herborn kommen als in den Jahren 2015 und 2016, seien „die Sportangebote weiterhin wichtig zur Integration von Flüchtlingen, denn ebenso wie Musik, können sie Menschen trotz unterschiedlicher Sprachen verbinden“, fügte Bürgermeister Hans Benner hinzu.

Das Programm „Sport und Flüchtlinge“ der Sportjugend Hessen zielt darauf ab „Integration durch Sport“ zu erreichen. Da Sport die Teilhabe von geflüchteten Menschen zulässt und Vorurteile abbauen kann, werden Sport- und Bewegungsangebote für Flüchtlinge vor Ort auch finanziell von der Sportjugend Hessen unterstützt. Für das Projekt „Sport mit Flüchtlingen“ erhält die Stadt 6000 Euro aus dem Förderprogramm des Landes. Dieses Budget steht zur Verfügung für die Bezahlung von Übungsleitern, Sportbekleidung oder Vereinsveranstaltungen, die zur Integration von Flüchtlingen beitragen. Lediglich etwa acht Vereine haben sich seit Projektbeginn daran beteiligt und von der Förderung profitiert.

Mit der Fortführung des Engagements hegt Joachim Spahn nun den Wunsch, dass weitere Vereine das Angebot nutzen, wie auch mehr Einheimische an den Sport- und Integrationsangeboten teilnehmen. Wer fußballaffin ist und Spaß am freien Spiel hat, ist dienstags um 16:30 Uhr beim „Fußball mit Flüchtlingen“ in der kleinen Turnhalle der Comeniusschule genau richtig. Außerdem plant Spahn für Vereinsvertreter am 15. Mai um 18 Uhr einen Informationsabend im Mehrgenerationenhaus der Arbeiterwohlfahrt Lahn-Dill, Walkmühlenweg 5. Vereinsvertreter heimischer Sportvereine sind herzlich willkommen.

Wollen sie als Verein ein Sportangebot mit Flüchtlingen ins Leben rufen oder haben Fragen, dann wenden Sie sich an Joachim Spahn, Tel. 0157-57192290.