Staatsministerin Priska Hinz überreicht Medaillen für Zivilcourage an drei Herborner

Drei Herborner werden für ihren selbstlosen Einsatz ausgezeichnet: „Die drei Herren, denen ich heute die Hessische Medaille für Zivilcourage überreichen kann, sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Ich möchte mich, auch im Namen der Landesregierung Hessen, bei Ihnen für ihren furchtlosen Einsatz bedanken“, sagte Staatsministerin Priska Hinz im Herborner Rathaus bei der Übergabe der Medaillen an Thorsten Georg, Stefan Nill und Klaus Steffen Bachmann.

Die drei Herborner Bürger befanden sich am 8. Oktober 2012 in der Bahnhofsgaststätte von Herborn, als dort ein Gast auf einen anderen Besucher der Kneipe schoss und ihn dabei gefährlich verletzte. Den drei Herren gelang es, den Täter zu überwältigen, ihm die Schusswaffe abzunehmen und ihn bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. „Sie haben damals Mut bewiesen und durch ihren Einsatz schlimmeres verhindert. Sie sind somit ein Vorbild für Entschlossenheit und ein Beispiel gelebter sozialer Verantwortung. Schließlich haben Sie durch ihr Engagement auch ihre eigene Gesundheit und persönliche Unversehrtheit riskiert“, erklärte Priska Hinz bei der Feierstunde.

Die Hessische Medaille für Zivilcourage wurde am 1. Januar 2009 ergänzend zur Hessischen Rettungsmedaille eingeführt. Sie wird an Personen verliehen, die sich unter Inkaufnahme erheblicher persönlicher Nachteile oder Gefahren für die Werte der Hessischen Verfassung eingesetzt oder Hilfe geleistet haben. 2018 wurden vier und im Jahr 2017 fünf Hessische Medaillen für Zivilcourage verliehen.