Umbau der Littau beginnt: Umfangreiche Tief- und Straßenbauarbeiten am ehem. Güterbahnhof

Die Herborner Stadtverordnetenversammlung hat beschlossen, dass das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs umgestaltet wird, dafür wurde das Quartier östlich des Bahnhofs städtebaulich neu geplant. Entstehen wird hier in den kommenden Monaten bis zum Sommer 2020 eine neue Straße, die zwischen der Straße „Alte Marburger Straße“ in der Alsbach und der Bahnunterführung bzw. Eisenbahnbrücke Richtung Innenstadt verläuft (nebenstehende Grafik). Ein neues Antlitz erhält auch der bislang geschotterte Pendlerparkplatz. Er wird zu einem modernen Park+Ride-Parkplatz mit Anschluss an die behindertengerechte Personenunterführung zum Bahnhofsgebäude umgestaltet, sowie durch einen Rad- und Gehweg ergänzt.

Auch die schon bestehenden Gewerbeflächen jenseits der Bahngleise sollen erweitert, beziehungsweise teilweise neu erschlossen werden. Das Bauvorhaben umfasst den Neubau der circa 760 Meter langen Fahrbahn mit straßenbegleitendem Rad- und Gehweg. Wie auch Tiefbauarbeiten am Kanal, der Wasserversorgung und Stromleitungen. Der Streckenverlauf der Straße wird dabei leicht verändert, die alte Straße „Littau“ wird von einem örtlichen Unternehmen als Werkszufahrt weitergenutzt, womit die neue Straße „Littau“ näher an die bestehenden Gleise rückt. Auch die Einmündung beider Straßen in Höhe der Alsbachbrücke, sowie zwei Zufahrten für das angrenzende Gewerbegebiet werden neu hergestellt.

Der neue Pendlerparkplatz erhält eine Fahrgasse in Form einer Acht und bietet Stellplätze für 117 Fahrzeuge, von denen zwei Behindertenstellplätze sind. Auch vier Ladestellen für Elektrofahrzeuge werden hier entstehen. Neu gepflanzte Bäume, die die Versiegelung des Bodens ausgleichen, spenden im Sommer Schatten und tragen dazu bei, dass sich das neu gestaltete Gelände in das Stadtbild einpasst. Entlang der Grundstücksgrenze zum Bahngelände wird ein neuer Zaun errichtet, die neuen Straße und der Pendlerparkplatz erhalten eine neue Beleuchtung. Das Projekt, dessen Gesamtkosten sich auf ca. 2.000.000 Euro belaufen, wird mit ca. 300.000 Euro für den Bau der P+R-Anlage im Rahmen der Verkehrsinfrastrukturförderung gefördert.

Die Erweiterung der Gewerbeflächen am ehemaligen Güterbahnhof macht die Errichtung eines separaten Regenwasserkanals durch den Abwasserverband Mittlere Dill erforderlich. Zusätzlich verlegen die Stadtwerke Herborn neue Gas- und Wasserleitungen, wie auch neue Stromleitungen. Mit der Durchführung der Arbeiten wurde nach öffentlicher Ausschreibung die Firma Faber & Schnepp Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG aus Gießen beauftragt. Nachdem das Baufeld Anfang des Jahres durch eine Kampfmittelräumfirma überprüft und freigemessen wurde, beginnen die Bauarbeiten Anfang März und werden bis zum Sommer nächsten Jahres andauern.
Für die Dauer der Baumaßnahme kommt es sowohl zu Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer, die die Straße „Littau“ zwischen der Innenstadt und der Alsbach befahren, als auch für die Nutzer des Pendlerparkplatzes. Die Stadtverwaltung bittet Verkehrsteilnehmer Hinweisbeschilderung während der Bauarbeiten zu beachten. (bg/dg)