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Vernetzte Informationstechnologien - Regierungspräsident Dr. Christoph Ulllrich übergibt Förderbescheid für IT-Kooperation

Das Land Hessen fördert das Kompetenzzentrum für Interkommunale Zusammenarbeit zwischen Greifenstein, Driedorf und Herborn.

Im Sommer besiegelten die Bürgermeister der Gemeinden Greifenstein und Driedorf mit dem Bürgermeister der Stadt Herborn ihre interkommunale Kooperation im IT-Bereich. Die Unterzeichnung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung war der Startschuss für den Aufbau eines kommunalen IT-Kompetenzzentrums. Damit die Zusammenarbeit klappt, wird das Projekt nun mit 75.000 Euro durch des Hessische Ministerium des Innern und für Sport gefördert. Mit der Fördersumme werden kurz- und langfristig Investitionen bei dem Software-Management und dem gemeinsam genutzten Rechenzentrum der Stadt Herborn getätigt.

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich vom Regierungspräsidium Gießen übergab den Förderbescheid des Kompetenzzentrums für Interkommunale Zusammenarbeit (KIKZ) an die Bürgermeister der Partnerkommunen. „Gerade kleine Kommunen können von interkommunalen Kooperationen stark profitieren“, sagte er. Die Übergabe des Bewilligungsbescheids sei der Startschuss kleinerer und großer Projekte in der modernen, computer-basierten Verwaltung. „Durch die Zusammenarbeit im IT-Bereich kann das technisch aktuelle Wissen an einem Ort gebündelt und abgerufen werden. Das spart nicht nur Energie, sondern auch Geld.“

Wie Bürgermeister Hans Benner berichtet, werden sowohl die im IT-Bereich bereits angestoßenen als auch die geplanten Projekte finanziell unterstützt: „Einerseits soll mit der interkommunalen Zusammenarbeit die Professionalisierung der modernen Datenverarbeitung in den Verwaltungen in puncto Datensicherheit gewährleistet werden. Andererseits sollen Verwaltungsmitarbeiter hinsichtlich Cyberangriffen sensibilisiert und geschult werden.“

Im Laufe des Projekts hat sich bereits ein vertrauensvolles Verhältnis entwickelt, wie der Driedorfer Bürgermeister Carsten Braun betont. „Wir als kleinere Gemeinde partizipieren von dem größeren Partner. Hervorzuheben ist aber, dass alle mit der Kooperation verbundenen Entscheidungen von Anfang an auf Augenhöhe und gemeinsam getroffen werden“, sagt er. Und Helmut Pfeiffer, Beigeordneter der Gemeinde Greifenstein, ergänzt: „Durch die Zusammenarbeit können wir uns mit unseren Verwaltungen weiter spezialisieren.“

Damit die beteiligten kommunalen Körperschaften den wachsenden Ansprüchen an moderne IT-Infrastrukturen – Ausfallsicherung und Schutz vor Cyberangriffen – gerecht werden können, werden nun langfristig einheitliche Strukturen bei der Datensicherung oder der Netzwerkstruktur aufgebaut. Synergien der Zusammenarbeit zwischen Driedorf, Greifenstein und Herborn ergeben sich auch bei der Beschaffung von Soft- und Hardware.

Im ersten Schritt wollen die Verantwortlichen kurzfristig ein zentrales Patch-und Software-Management aufbauen und die sogenannte Endpoint-Protection ausbauen. Die größten Angriffspunkte bei der Nutzung von Computern am Arbeitsplatz können durch fehlende Sicherheitsupdates entstehen. Um diese Sicherheitslücken auszuschließen, wird das zentrale Software-Management fortwährend alle 206 PC-Arbeitsplätze der drei Kommunen auf Aktualität der Betriebssysteme und Software überprüfen. Mit der Vereinheitlichung dieses Schutzes wird auf Regelungen abgezielt, die das Nutzen von externen Datenträgern wie Festplatten, USB-Sticks oder anderen Speicherkarten einschränken, wie auch die Aktualität des Virenschutzes gewährleisten.

Verwalten, vernetzen und sichern: Das bleiben auch in Zukunft die Schlüsselbegriffe für eine moderne Informationstechnik. Die Kompetenzen für gemeinsame Serverlösungen für das Datenhosting, den Betrieb von Fachsoftware und die Schulung von PC-Nutzern werden in der IT-Abteilung der Stadt Herborn gebündelt. Die finanzielle Förderung des gemeinsamen IT-Kompetenzzentrums durch das Land Hessen ist eine Win-win-Situation für alle Projektbeteiligten. „Durch das entstehende IT-Kompetenzzentrum lassen sich die Kosten für das Vorhalten dreier Fachabteilungen mindern, die Strukturen in der elektronischen Datenverarbeitung wie auch Regelungen zur Nutzung von PC-Arbeitsplätzen vereinheitlichen“, ist Bürgermeister Hans Benner überzeugt.