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Schönbach

Gemarkungskarte von Schönbach

1239 zuerst erwähnt hatte Schönbach schon früh eine eigene Pfarrei. Der erste Pfarrer wird 1283 erwähnt. Der kleine Kirchhügel im Dorf bildete mit Wehrkirche, Scheunenkranz und Umfassungsmauer jahrhundertlang das Zentrum des selbstbewussten Ortes. Nicht weit davon lag ein kleiner Adelssitz, der erst spät in nassauischen Besitz kam. Der ursprüngliche Ortsadel, die von Schönbach, besaß das Kirchenpatronat.

Der Adelsbesitz wurde 1627 zu einer nassau-dillenburgischen Domäne, die den Schönbachern Ende des 18. Jahrhunderts ein Dorn im Auge war. Wie die Hirschberger erreichten sie zur Zeit der Französischen Revolutionskriege die Übergabe an die Gemeinde. Die Beseitigung der Hofgebäude war hier, im Gegensatz zu Hirschberg, ein Hauptanliegen. Die Fläche wurde zunächst Sprungplatz des Gemeindebullen(!), im 20. Jahrhundert Bauplatz für das Rat- und Feuerwehrhaus.

Schönbach hatte im 19. Jahrhundert konjunkturhaften Bergbau auf Kupfer- und nachhaltiger auf Eisenerz. Der Bahnanschluss im Jahre 1906 begünstigte neben den Eisensteingruben den Basaltsteinbruch, den Farberdenabbau und, in guten Erntejahren, den Obsthandel der Bauern. Ein charakteristischer, heute ausgestorbener Beruf der Zeit war der des „Steinkippers“. Die Kipper schlugen aus dem Säulenbasalt Pflastersteine zu.

Heute ist Schönbach ein Fremdenverkehrs- und Gewerbestandort. Das Ortsbild hat durch gelungene Maßnahmen der Dorferneuerung sehr gewonnen.