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Vom Bürgerturm zur Altstadt

Auf dem Rückweg vom Bürgerturm zur Altstadt kommt man am Hof der Corvin'schen Druckerei vorbei.

Ursprünglich Sitz eines nassauischen Kleinadelsgeschlechts, das auf dem Schloß Kriegsdienste leistete, beherbergte er zur Zeit der Blüte der "Hohen Schule" ein bedeutendes Druck- und Verlagsunternehmen von europäischer Geltung.

Das stille Stadtviertel auf dem Schulberg, das an den Corvin'schen Hof anschließt, hat im Laufe der Jahrhunderte seinen Charakter stark verändert. Der Gartenstreifen gegenüber der ehemaligen Druckerei war im Mittelalter mit kleinen Häusern bebaut. Ganz in der Nähe stand im Schutz der Kirche eine Klause, in der einige Mönche wohnten. Die heutige Gasse unterhalb Corvin führte im Mittelalter zu dem vermutlich ältesten gemauerten Stadtor Herborns, der "Steinernen Pforte" (um 1250).

Das stattliche Anwesen Schulberg 8/10 beherbergte im 17. Jh. für lange Jahre eine vom Schloss Greifenstein gebürtige Gräfinwitwe von Zinzendorf. Sie war es vermutlich, die den Bau des hölzernen Überganges veranlaßte, der noch heute das Haus Schulberg 10 mit dem Platz vor der Kirche verbindet. So konnte sie in vornehmem Abstand von dem Treiben der kleinen Gasse den Weg zur Kirche nehmen.

Corvin'sche Druckerei in Herborn
Frontalansicht der Corvin'schen Druckerei in Herborn