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"Breiter Winkel" und Stadtbefestigung

Der Rückweg ins Tal führt über die Stufen der "Kleinen Grede" in die Mühlgasse. Dies ist der alte Standort der Herborner Großgewerbe im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Noch um 1800 standen hier zwei Mahl-, eine Säge- und eine Walkmühle, drei Brauhäuser, eine Gerberei und eine Färberei. Der große Steinbau der Bingel'schen Mühle erinnert noch heute an die ehemals große Bedeutung der Wasserkraft für die städtischen Gewerbe.

Durch den "Breiten Winkel", in dem Scheunen an den früheren landwirtschaftlichen Nebenerwerb der Bürger erinnern, gelangt man in die obere Hauptstraße ("Obergasse"). Die stattlichen, oft mit reichen Schnitzereien geschmückten Häuser stammen meist aus dem Anfang des 17. Jh. "Haubachs Winkel" weist zwei aus Fachwerk errichtete Übergänge auf.

Wenn man die "Obergasse" über die obere Turmstraße verläßt, erreicht man, vorbei an drei Häusern, die den Rest der alten Mauergasse "hinter der Mauer" darstellen, den 1906 aus einer Ruine rekonstruierten "Dillturm".

Hieran grenzt der "Alte Friedhof". Er wurde um 1600 angelegt und im 30jährigen Krieg mit einer heute lediglich in der Höhe etwas abgetragenen Mauer befestigt. Eine Anzahl zum Teil kulturgeschichtlich interessanter Grabsteine aus dem 17., 18. und 19. Jh. sind noch vorhanden. Die eingemauerten Grabplatten bezeichnen die Stelle, wo bis ins vorige Jh. die "Totenkirche" stand. Daneben befindet sich das letzte vollständig erhaltene Stadttor Herborns, die "Neue Pforte" (im Volksmund "Leonhardsturm"), angelegt 1562.