Infoticker für Bürger

Infoticker zur Corona-Pandemie

02.12.20 - 00:00 Uhr

Aktuelle Kontaktbeschränkungen ab 1. Dezember

Seit dem 1. Dezember 2020 gelten in Hessen folgende Regelungen:

Kontaktbeschränkungen: Wen darf ich wo treffen?

Jeder Kontakt mit anderen erhöht das Risiko, sich anzustecken! Insbesondere in geschlossenen Räumen und wenn die Abstände nicht eingehalten werden. Deshalb: Bitte reduzieren Sie die Kontakte auf ein absolut nötige Minimum. In der Öffentlichkeit dürfen Sie sich nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteres Hausstandes treffen, höchstens jedoch mit 10 Personen.

Ab dem 1. Dezember gilt folgende Kontaktbeschränkung: Im öffentlichen Raum werden Kontakte auf 5 Personen aus zwei Hausständen beschränkt. Dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren sind ausgenommen. Da Wohnungen ein besonders geschützter und privater Bereich sind, gilt hier lediglich die dringende Empfehlung, die Kontakte in gleicher Weise zu begrenzen.

Private und öffentliche Veranstaltungen

Zusammenkünfte und Veranstaltungen mit persönlicher Teilnahme, die nicht einer Ausnahme nach § 1 Abs. 2 oder § 1 Abs. 2a CoKoBeV unterliegen, finden nur noch bei besonderem öffentlichen Interesse und mit Genehmigung der zuständigen Behörde sowie unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln statt. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, liegen nicht im öffentlichen Interesse und sind somit nicht gestattet. Es wird dringend empfohlen, private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf den eigenen und einen weiteren Hausstand, jedoch in jedem Fall auf höchstens fünf Personen, zu beschränken. Dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren bleiben unberücksichtigt. Auch bei Zusammenkünften im privaten Raum sollte auf die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern zwischen Personen unterschiedlicher Hausstände sowie die Einhaltung der allgemeinen Hygieneempfehlungen geachtet werden. Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in der Zeit zwischen 23 und 6 Uhr verboten.

Wo muss ich eine Mund-Nase-Bedeckung tragen?
  • Im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr, also bspw. in Bussen, Bahnen, Taxis, Schiffen, Fähren und Flugzeugen

  • In Bahnhöfen und Flughäfen sowie Bushaltestellen, U-Bahn-Stationen und Bahnsteigen

  • Im Publikumsbereich aller öffentlich zugänglichen Gebäude (v.a. Behörden und Bürogebäude).

  • In allen Arbeits- und Betriebsstätten; dies gilt nicht am Platz, sofern ein Abstand von mindestens 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann.

  • Bei der Abholung von Speisen in der Gastronomie sowie in Kantinen und Mensen bis zum Sitzplatz

  • In Geschäften (Groß- und Einzelhandel), Tankstellen, Wäschereien, Bank- und Postfilialen und zwar überall dort, wo Kunden Zutritt haben

  • Auf Wochenmärkten, Flohmärkten etc.

  • In allen Gesundheitseinrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäusern und Arztpraxen

  • In überdachten Einkaufszentren und in überdachten Straßen und Flächen mit Geschäften

  • In Übernachtungsbetrieben in allen Bereichen mit Publikumsverkehr

  • Beim Friseur und bei medizinisch notwendigen Dienstleistungen, wo sich Dienstleister und Kunden sehr nahekommen. Die Maskenpflicht gilt für beide.

  • In Schulen außerhalb des Klassenraums. Ab der Klasse 5 gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Diese Schülerinnen und Schüler können die Masken auch kurzzeitig mal abnehmen. Diese „Maskenpausen“ werden vor Ort in den Schulen organisiert.

  • Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen unter freiem Himmel, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht sichergestellt werden kann. Das gilt insbesondere in Fußgängerzonen und Parkplätzen.

  • In Fahrzeugen, wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden.

  • In den Verkehrsbereichen, Veranstaltungsräumen, Sitzungsräumen und Prüfungsräumen der Hochschulen, Berufsakademien und Musikakademien.

  • Bei Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit in geschlossenen Räumen.

  • während der Teilnahme an Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften zur gemeinschaftlichen Religionsausübung sowie Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen und sonstigen Zusammenkünften und Veranstaltungen nach § 1 Abs. 2b Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung sowie bei der Wahrnehmung von Bildungsangeboten, die in geschlossenen Räumen stattfinden. Im Übrigen wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dringend empfohlen, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern zu Personen anderer Hausstände nicht sichergestellt werden kann.

Was ist eine Mund-Nasen-Bedeckung?

Als Mund-Nasen-Bedeckung zählt jeder vollständige, eng an der Gesichtshaut anliegende Schutz vor Mund und Nase, der geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder gewöhnliche Aussprache (Singen) zu verringern. Eine Zertifizierung ist nicht notwendig. Plastikvisiere sind davon nicht erfasst, sie sind keine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung. Auch Motorradhelme sind keine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung.

Abstandhalten ist weiterhin sehr wichtig.

Die Kontaktbeschränkungen und die Abstandsregeln werden durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske) nicht außer Kraft gesetzt.

Wer ist von der Maskenpflicht ausgenommen?

Nicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet sind Kinder unter 6 Jahren sowie Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können.

Weitere Ausnahmen gelten für

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bspw. in Geschäften oder Restaurants, wenn anderweitige Schutzmaßnahmen getroffen werden. Das können insbesondere Trennvorrichtungen aus Acrylglas sein.
  • Kundinnen und Kunden in Betrieben und Einrichtungen von Frisören und anderen erlaubten Betrieben mit körpernahen Dienstleistungen und bei medizinischen Behandlungen soweit und solange die Inanspruchnahme der Dienstleistung nur ohne Mund-Nasen-Bedeckung erfolgen kann.
  • Lehrende an Hochschulen, Berufsakademien, Musikakademien sowie außerschulischen Bildungseinrichtungen und Beteiligte an Prüfungen, wenn ein Hygienekonzept besteht, das zumindest die einzuhaltenden Abstände und den regelmäßigen Luftaustausch sicherstellt.
  • Beteiligte an der staatlichen Pflichtfachprüfung und an der zweiten juristischen Staatsprüfung.
  • Lehrende und Lernende beim praktischen Unterricht mit Blasinstrumenten.
Testungen und Quarantäne: Wer kann sich wo testen lassen? Wann muss ich in Quarantäne?

Einreisende aus Risikogebieten können noch bis zum 15. Dezember 2020 kostenlos das Testcenter am Frankfurter Flughafen oder andere Testmöglichkeiten nutzen. Ab dem 16. Dezember müssen die Testkosten selbst (privat) getragen werden. Eine „Frei-Testung“ mit einem negativen Corona-Test ist erst ab dem fünften Tag nach der Einreise möglich. Bis dahin müssen sich Einreisende aus Risikogebieten in Quarantäne begeben. 

Bei einem positiven Corona-Test müssen Sie sich unmittelbar in Quarantäne begeben. Dies gilt ab dem Vorliegen des Testergebnisses, auch wenn die förmliche Anordnung des Gesundheitsamtes noch nicht erfolgt ist.

Wer mit einer positiv getesteten Person in einem Hausstand lebt, muss sich ebenfalls unmittelbar in zweiwöchige Quarantäne begeben. Für unaufschiebbare Erledigungen wie bspw. den Einkauf von Lebensmitteln gibt es Ausnahmen.

Bei Verstößen gegen die Quarantäneanordnung droht ein Bußgeld von 500 Euro.

Kostenfrei sind die Testungen auch für Patienten mit Symptomen. Bei Symptomen können Patienten sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117 oder an ihren Hausarzt wenden.

Reisen und Übernachten

Innerhalb Hessens gibt es keine Reise- oder Bewegungseinschränkungen. Aber Übernachtungsangebote im Inland sind nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke erlaubt.

Freizeit, Kultur und Sport: Was ist erlaubt, was nicht?

Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören:

  • Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen
  • Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme der Sportausübung allein, zu zweit oder mit dem eignen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen,
  • Schwimm- und Spaßbädern, Saunen
  • Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.

Amateur- und Freizeitsportler dürfen alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands auf und in allen Sportanlagen Sport treiben.

Der Trainings-und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports sowie des Schulsports sind bei Vorlage eines umfassenden Hygienekonzepts zulässig.

Museen, Schlösser, Tierparks und Zoos werden geschlossen. Gedenkstätten bleiben geöffnet.

Welche Regeln gelten in der Schule?

Die Schulen bleiben weiterhin geöffnet. Ab der Klasse 5 gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler können die Masken in den Pausen abnehmen. Diese „Maskenpausen“ werden vor Ort in den Schulen organisiert. Außerhalb der Klassenräume bzw. außerhalb des Präsenzunterrichts muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, weil sich hier Gruppen vermischen. 

Wie sind die Besuchsregelungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen?

Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter strengen Vorgaben möglich. Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen.

Dienstleistungen und Geschäfte: Was ist geöffnet, was ist geschlossen?

Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält. Ab dem 1. Dezember gilt: Auf die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche darf höchstens eine Person je angefangener Verkaufsfläche von 10 Quadratmetern und auf die 800 Quadratmeter übersteigende Verkaufsfläche höchstens eine Person je angefangener 20 Quadratmeter eingelassen werden.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Nagelstudios, Massagestudios (für Wellness- oder Thaimassagen), Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist.

Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, medizinische Massagen, manuelle Lymphdrainagen, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Grundlegende Hygieneregeln

Wenn Sie die Hygieneregeln beachten, können Sie das Infektionsrisiko für Sie selbst und andere minimieren. Als Schutzmaßnahme – auch vor der Grippe – sind Bürgerinnen und Bürger dringend dazu aufgefordert, folgendes einzuhalten:

  • häufig und gründlich Hände waschen (auch Kinder und Jugendliche)
  • Husten und Niesen nur in ein Papiertaschentuch oder die Armbeuge (auch Kinder und Jugendliche)
  • Einmal-Taschentücher verwenden und diese nach jedem Gebrauch in einem Mülleimer entsorgen
  • kein Händeschütteln, keine Umarmungen / Wangenkuss
  • nicht mit den Händen an Nase, Mund und Augen fassen (vor allem nach Festhalten an Griffen in Bussen oder Benutzen von Türgriffen, die von vielen angefasst werden, aber auch zu Hause)
  • Smartphone, Handy, Tablet etc. regelmäßig reinigen/desinfizieren
  • grundsätzlich nur eigene Gläser und Besteck benutzen
  • Menschenansammlungen konsequent meiden
  • Soziale Kontakte vorerst vermeiden
25.11.20 - 00:00 Uhr

Psychische Unterstützung in Zeiten von Corona nutzen

Es ist wichtig über Ängste und Nöte zu sprechen

Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen und Sorgen ist die Corona-Pandemie ist für viele Menschen psychisch belastend. Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, häusliche Isolation in einem vielleicht problematischen familiären Umfeld, Angst vor Krankheit und Existenzverlust – diese Umstände stellen Menschen vor besondere Herausforderungen und können zu einer seelischen Überforderung führen.

Psychisch belastete Bürgerinnen und Bürger im Lahn-Dill-Kreis können über folgende Institutionen im Landkreis Hilfe in Anspruch nehmen:
 
Vitos Herborn - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
 
02772 504-0 Rund um die Uhr erreichbar

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle (PSKB)
Wetzlar

06441 9013400

Montag bis Freitag
09:00 bis 13:00 Uhr

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle (PSKB)
Dillenburg-Herborn
   
02772 5834-560
Montag bis Freitag
08:30 bis 12:00 Uhr*
*Anrufbeantworter außerhalb der Sprechzeiten, Rückrufe erfolgen.
 
Darüber hinaus stellt der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreis-Gesundheitsamtes einen Wegweiser für psychisch kranke Menschen im Lahn-Dill-Kreis zur Verfügung. Unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.lahn-dill-kreis.de/psyche ist die Kontaktliste abrufbar.

06.11.20 - 00:00 Uhr

Neues Corona-Testzentrum in Asslar-Bechlingen

Kreis-Gesundheitsamt eröffnet eigenes Testzentrum, um Kontaktpersonennachverfolgung zu optimieren
Lahn-Dill-Kreis Corona - Covid-Testzentrum Bechlingen

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Der Lahn-Dill-Kreis hat ein neues Corona-Testzentrum eröffnet, um die Kontaktpersonennachverfolgung in der Region zu optimieren. Unterstützt wird der Landkreis dabei durch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. „Zwei Abstreich-Teams der Bundeswehr à drei Personen werden unsere Kollegen des Gesundheitsamtes am neuen Standort unterstützen. Die Schulungen sind abgeschlossen. Gestern konnten bereits die ersten Kontaktpersonen in Bechlingen abgestrichen werden“, berichtet Landrat Wolfgang Schuster am Freitagmorgen.

Kein Test ohne Termin
Das neue Testzentrum wurde in dieser Woche auf dem Gelände der Abfallwirtschaft Lahn-Dill in Bechlingen vom Katastrophenschutz des Landkreises eingerichtet. Abgestrichen werden dort ausschließlich asymptomatische Kontaktpersonen, die vom Gesundheitsamt kontaktiert und einen Termin zugeteilt bekommen haben. „Um ein hohes Aufkommen vor dem Testcenter und lange Warteschlangen zu vermeiden, ist eine vorherige Koordination der Patienten durch Terminvergabe ein fester Bestandteil unserer Planung“, unterstreicht Schuster. Personen, die ohne festen Termin zum Testcenter kommen, können leider nicht berücksichtigt werden. „Das Testzentrum ist errichtet worden, um dem entstandenen Rückstand in der Verfolgung der Kontaktpersonen aufzuholen. Das betrifft alle Kontaktpersonen, die symptomfrei sind. Bürgerinnen und Bürger, die erkrankt sind, sollten sich zu ihrer eigenen Sicherheit in jedem Fall in die medizinische Betreuung durch ihren Hausarzt begeben“, betont Kreis-Gesundheitsdezernent Stephan Aurand.

Wie erfolgt die Terminvergabe?
Vom Gesundheitsamt ermittelte Kontaktpersonen werden werktags ab 7:30 Uhr durch Mitarbeitende des Gesundheitsamtes kontaktiert und für denselben Tag ins Testzentrum bestellt. Die Terminvergaben erfolgen im Zehn-Minuten-Takt. Bis circa 16 Uhr wird im Zentrum abgestrichen, damit die Proben des Tages noch am selben Abend zum Labor nach Dillenburg gebracht werden können. Aufgrund der aktuellen Laborkapazitäten liegen die Testergebnisse im Schnitt frühestens nach 48 Stunden vor.
 
Wie erfährt man sein Testergebnis?
Kontaktpersonen, die in Bechlingen abgestrichen wurden, erhalten dort direkt einen Online-Zugang zum bearbeitenden Labor. Mit diesem Zugang kann das Testergebnis eigenständig abgerufen werden. „Wir sind froh, dass wir uns dieses Verfahrens bedienen können, denn es spart uns Ressourcen. Ein erneutes Kontaktieren der Abgestrichenen durch unser Gesundheitsamt entfällt damit“, erklärt Aurand.

Das Testergebnis ist da: Was nun?
Als Kontaktperson der Kategorie 1 sollten Bürgerinnen und Bürger bei negativem Testergebnis beachten, dass dieses nichts an der Quarantänezeit ändert. Diese beginnt am Tag des letzten Kontaktes zur infizierten Person und beträgt ab diesem Zeitpunkt 14 Tage. Die Quarantäne bleibt also bestehen, da das Ergebnis lediglich eine Momentaufnahme ist und Personen noch innerhalb der Quarantänezeit positiv werden können.

Sollte der Corona-Test positiv ausfallen, so hat sich die betroffene Person zusammen mit ihren Haushaltsangehörigen unverzüglich für 14 Tage nach Datum der Vornahme des Abstriches in Quarantäne zu begeben. Das geht aus der aktuellen Verordnung des Landes Hessen hervor. Näheres zum § 3a der Öffnet externen Link in neuem Fenster1. Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus in der aktuellen Fassung.

Jede Kontaktperson sollte sich selbst gut beobachten und bei Veränderung des Gesundheitszustandes ihren Hausarzt kontaktieren.

Seit Ende September 2020 sind die Zahlen der Corona-Neuinfektionen bundesweit rasch angestiegen. Das hat bei den Gesundheitsämtern flächendeckend zu einer Überlastung geführt. Im Lahn-Dill-Kreis musste aus diesem Grund die Kontaktpersonennachverfolgung priorisiert werden, um den Fokus zunächst auf vulnerable Gruppen zu legen und diese schützen. Mit dem neuen Testzentrum und durch die Unterstützung durch die Bundeswehr soll die Kontaktpersonennachverfolgung optimiert werden.

02.11.20 - 00:00 Uhr

Neuregelungen des Landes gelten ab 2. November 2020

Positives Testergebnis genügt für Quarantäne

Ab heute, Montag, 2. November 2020 treten die neuen Verordnungen des Landes Hessen zur Bekämpfung des Corona-Virus in Kraft. Der Lahn-Dill-Kreis hebt seine bislang gültigen Allgemeinverfügungen in diesem Zuge auf – mit einer Ausnahme: Die Besuchsregelungen für Altenpflegeheime bleiben bestehen.

Neuregelungen im Bereich Quarantäne und Kontaktpersonen
„Das ist die wohl wichtigste Neuerung für uns“, äußert sich Landrat Wolfgang Schuster am Montagnachmittag. Bürgerinnen und Bürger des Lahn-Dill-Kreises, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, bekommen keine Quarantäneverfügung mehr durch das Kreis-Gesundheitsgesundheitsamt. Sie haben sich selbstständig und unmittelbar in eine zweiwöchige Quarantäne zu begeben. „Wir begrüßen diese neue Regelung, denn sie wird unsere Kolleginnen und Kollegen des Gesundheitsamtes entlasten. Somit können diese sich noch fokussierter auf die wichtige Kontaktpersonennachverfolgung in den sensiblen Einrichtungen im Landkreis konzentrieren“, fährt Schuster fort. Eine weitere Neuregelung in diesem Bereich: Wer mit einer positiv getesteten Person in einem Hausstand lebt, muss sich ebenfalls unmittelbar in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Für unaufschiebbare Erledigungen, wie zum Beispiel den Einkauf von Lebensmitteln, gibt es Ausnahmen.

Wie haben Menschen mit positivem Test vorzugehen?

Auf Covid-19 getestete Menschen im Lahn-Dill-Kreis, die durch ihren Hausarzt, eine Fieberambulanz oder ein Labor über ein positives Testergebnis informiert worden sind, sollen laut neuer Landesverordnung folgendermaßen verfahren:

  • Eine 14-tägige Quarantäne ab dem Tag der Testung muss eingehalten werden
  • Der Arbeitgeber ist über die Quarantäne zu informieren
  • Das Gesundheitsamt wird Kontakt aufnehmen und die Betroffenen während ihrer Quarantänezeit telefonisch betreuen.

Infizierte werden dringend gebeten, abzuwarten, bis sich das Gesundheitsamt meldet und nicht selbst in der Kontaktaufnahme aktiv werden. Wichtig ist, dass die Quarantäne eingehalten wird. Sollte sich eine Symptomatik entwickeln, sollen Betroffene immer ihren Hausarzt zur weiteren diagnostischen Abwicklung kontaktieren.

Informationen zur Lohnfortzahlung für Menschen in Quarantäne

Da das Regierungspräsidium Darmstadt die Frage nach den Ansprüchen auf Lohnfortzahlung für Arbeitnehmer und Lohnersatz für Arbeitgeber zentral für ganz Hessen klärt, empfiehlt der Landkreis sich bei Fragen zur Thematik direkt dorthin zu wenden.

Ab 2. November 2020 geltende Regelungen im Überblick

Gastronomie
Restaurants, Gaststätten sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen sind Kantinen und Mensen und die Lieferung und Abholung für den Verzehr zu Hause.

Dienstleistungen
Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physiotherapie, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Geschäfte
Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.

Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum
Die Bürgerinnen und Bürger sollen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet, höchstens jedoch mit 10 Personen.

Veranstaltungen und Feiern
Öffentliche Veranstaltungen finden nur noch bei besonderem öffentlichem Interesse statt. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Private Veranstaltungen außerhalb der eigenen Wohnung sind untersagt. Zusammenkünfte und Feiern innerhalb der eigenen Wohnung sind nur einem engen privaten Kreis gestattet.

Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit
Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in der Zeit von 23 bis 6 Uhr verboten.

Reisen
Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke erlaubt.

Freizeit, Kultur und Sport
Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen.

Dazu gehören: Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen, Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen, der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme der Sportausübung allein, zu zweit oder mit dem eignen Hausstand im öffentlichen Bereich. Des Weiteren geschlossen sind Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen. Freizeit- und Amateursport ist untersagt, es sei denn er wird alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand ausgeübt. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports sowie des Schulsports sind bei Vorlage eines umfassenden Hygienekonzepts zulässig. Museen, Schlösser, Tierparks und Zoos werden geschlossen. Gedenkstätten bleiben geöffnet.

Krankenhäuser, Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen
Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter strengen Vorgaben möglich. Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen.

Bildungsangebote
Volkshochschulen bleiben geöffnet.

Erweiterte Maskenpflicht in Schulen
Bisher bestand in hessischen Schulen eine Maskenpflicht ausschließlich außerhalb des Klassenraums, also auf dem Schulhof und in den Gängen. Jetzt gilt: Ab der Klasse 5 gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Diese Schülerinnen und Schüler können die Masken in den Pausen abnehmen. Diese „Maskenpausen“ werden vor Ort in den Schulen organisiert.

Erweiterte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit
Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen unter freiem Himmel muss immer dann eine Alltagsmaske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht sichergestellt werden kann. Das gilt insbesondere in Fußgängerzonen.

Erweiterte Maskenpflicht in Fahrzeugen
Wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden, ist eine Alltagsmaske zu tragen.

28.10.20 - 08:00 Uhr

Obergrenzen für Trauerfeiern

Die Obergrenzen der Personenzahl, die an einer Trauerfeier in den Freidhofshallen der Stadt Herborn teilnehmen können, wurden zum Oktober reduziert. Wegen steigender Infektionszahlen war die Anpassung der Personenobergrenze erforderlich. Aufgrund der nochmals gestiegen Corona-Fallzahlen wurden die Regularien für Trauerfeiern im Stadtgebiet Herborn angepasst: In den Trauerhallen ist ab sofort eine Mund-Nasen-Maske vorgeschrieben. Es ist eine Teilnehmerzahl von maximal 10 Personen aus höchstens zwei Haushalten zulässig.

Stand: 28.10.2020

23.10.20 - 08:00 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 87,99

Der Lahn-Dill-Kreis informiert: Weitere Schutzmaßnahmen für den Lahn-Dill-Kreis

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 87,99 / Kreis erlässt weitere Allgemeinverfügung / Allgemeinverfügung zur Sperrzeitverlängerung wird aufgehoben

Mit Blick auf die rasch steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen reagiert der Lahn-Dill-Kreis mit einer weiteren Allgemeinverfügung, um die Schutzmaßnahmen im Landkreis zu erhöhen. Dies betrifft insbesondere die Anpassung der Corona-Regeln an Schulen, bei Kontakten, in Gaststätten, bei Veranstaltungen sowie im Bereich Sport. Darauf hat sich der Krisenstab des Landkreises in einer außerordentlichen Besprechung am Freitagvormittag geeinigt. Am Dienstag, 27. Oktober 2020 erlangt die neue, fünfte, Allgemeinverfügung Gültigkeit. Sie basiert in weiten Teilen auf der aktuellen Allgemeinverfügung, die ab morgen, Samstag, 24. Oktober 2020, rechtsverbindlich ist. „Unsere Maßnahmen sollen soziale Kontakte deutlich reduzieren. 

Denn unsere Ziele sind: das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, Risikogruppen zu schützen, Schulen und Kindertagesstätten geöffnet zu halten, und Wirtschaft und Arbeit zu ermöglichen“, betont Landrat Wolfgang Schuster. Aufgrund der aktuellen Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes Kassel in Sachen eines anderen Landkreises hebt der Lahn-Dill-Kreis die Allgemeinverfügung zur Sperrzeit für Gaststätten wieder auf, bevor diese in Kraft tritt. 

Folgende Punkte sind u.a. enthalten und treten ab Dienstag, 27. Oktober 2020, in Kraft:

Schulen: 
In Schulgebäuden einschließlich des Schulgeländes wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend, auch während des Präsenzunterrichtes im Klassen- oder Kursverband. Dies gilt nicht für Personen, die auf Grund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung nicht in der Lage sind eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sind Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Jahrgangsstufe, der Eingangsstufe und der Vorklasse ausgenommen, sofern der Unterricht im Klassenverbund abgehalten wird. Der schulische Sportunterricht ist generell von der Pflicht ausgenommen.

Kontakte:
Im öffentlichen Raum dürfen sich Personen alleine, in einer Gruppe von maximal fünf Personen oder mit Personen aus maximal zwei Haushalten aufhalten. Im privaten Bereich wird diese Maßnahme ebenfalls dringend empfohlen.

Sport/Training und Wettkampf:
Die Anzahl der Zuschauerinnen und Zuschauer bei Sportwettkämpfen im Freien werden auf maximal100 Personen beschränkt.

Eine höhere Anzahl an Zuschauerinnen und Zuschauern kann die zuständige Behörde ausnahmsweise gestatten. Für alle Personen mit Ausnahme der Sportler während der Sportausübung die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in allen Bereichen außer auf dem eigenen Sitzplatz.

Für Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen sind Zuschauerinnen und Zuschauer nicht zugelassen. Davon ausgenommen ist jeweils eine Person zur Betreuung einer/eines minderjährigen Sporttreibenden. Die Nutzung von Hallen-Nebenräumen, dies beinhaltet auch Kabinen und Duschen, ist nicht erlaubt. 

Mit Ausnahme der Sportler während der Sportausübung gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in allen Bereichen.

Die Ausgabe und der Verzehr von Speisen und alkoholischen Getränken sind nicht erlaubt.

Gaststätten:
In Gaststätten und Übernachtungsbetrieben haben Gäste beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten in den Gängen und beim Aufsuchen von Gemeinschaftseinrichtungen, wie z. B. Toiletten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Für jede Person müssen mindestens drei Quadratmeter der begehbaren Fläche zur Verfügung stehen.

Veranstaltungen/Gottesdienste: 
Bei öffentlichen Veranstaltungen und in öffentlichen Einrichtungen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, dieses auch am eigenen Sitzplatz. Dieses gilt auch bei Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften zur gemeinschaftlichen Religionsausübung sowie Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen. Hiervon ausgenommen sind Tätigkeiten besonderer Funktionsträger im Rahmen der Religionsausübung sowie bei Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen, soweit hierbei in Sprechrichtung ein Abstand von mindestens sechs Metern und in alle anderen Richtungen von mindestens drei Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

Die ab morgen, 24. Oktober 2020, gültigen Bestimmungen bleiben bestehen, es sei denn, einzelne Punkte werden durch die Neuregelungen der fünften Allgemeinverfügung ab dem kommenden Dienstag aufgehoben oder ergänzt:

  • Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten von Glaubensgemeinschaften muss auch am eigenen Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.
  • Für private Feierlichkeiten in öffentlichen oder eigens angemieteten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von zehn Personen festgelegt. Für Feiern oder Treffen in Privaträumen empfiehlt der Landkreis dringend, diese auf ein Minimum zu reduzieren.
  • Öffentliche Veranstaltungen werden in der Regel auf höchstens 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt. Mehr Teilnehmende können nur ausnahmsweise gestattet werden.
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen dürfen jeweils an drei Tagen durch maximal zwei Personen für jeweils eine Stunde besucht werden. Ehepaare bzw. verpartnerte Personen, die in der Einrichtung leben, können gemeinsam besucht werden.
  • In Sitzungen oder Versammlungen von kommunalen Gremien sowie in Sitzungen, an denen mehr als zehn Personen in einem geschlossenen Raum teilnehmen, hat der Landkreis neue Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung festgelegt.
  • Der Konsum und die Abgabe von Alkohol im öffentlichen Raum zum Sofortverzehr ist für die Zeit von 23 bis 6 Uhr nicht erlaubt.

Im Lahn-Dill-Kreis hat sich die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Menschen von Donnerstag, 22. Oktober auf Freitag, 23. Oktober 2020 um 61 auf insgesamt 293 aktive Fälle erhöht. Der Inzidenzwert steigt damit von 71,42 am Vortag auf 87,99 am heutigen Donnerstag. Der Landkreis erreicht damit die fünfte Eskalationsstufe des Landes Hessen.

Der Lahn-Dill-Kreis appelliert erneut eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich an die bekannten AHA-L-Regeln zu halten und Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.


Informationen zum Corona-Virus im Lahn-Dill-Kreis, die tagesaktuellen Fallzahlen sowie nützliche Tipps und Hinweise finden Sie auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.lahn-dill-kreis.de/corona

21.10.20 - 08:00 Uhr

Corona: Lahn-Dill-Kreis hat vierte Eskalationsstufe erreicht

Der Lahn-Dill-Kreis informiert: Aktuell liegt die 7-Tages-Inzidenz des Lahn-Dill-Kreises bei 53,27

Seit Mittwoch, 21. Oktober 2020 befindet sich der Lahn-Dill-Kreis in der vierten (roten) Eskalationsstufe gemäß des Eskalationskonzeptes des Landes Hessen zur Eindämmung der Pandemie. Diese Stufe ist ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage erreicht und sieht konsequente Beschränkungen für die Region vor. Dies betrifft insbesondere die Einschränkung von Kontakten.

Der Lahn-Dill-Kreis erlässt hierzu eine – auf den Vorgaben des Landes basierende – Verfügung, die in der heimischen Presse als ortsübliches Verbreitungsorgan veröffentlicht wird. Ab dieser Woche Samstag, 24. Oktober 2020, werden die neuen Regelungen in Kraft treten. Bereits morgen, 22. Oktober 2020, wird der Wortlaut der Verfügung im Laufe des Tages über die Internetseite www.lahn-dill-kreis.de/corona bzw. www.lahn-dill-kreis.de/Aktuelles/Bekanntmachungen zu lesen sein.

Informationen zum Corona-Virus im Lahn-Dill-Kreis, die tagesaktuellen Fallzahlen sowie nützliche Tipps und Hinweise finden Sie auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.lahn-dill-kreis.de/corona .

19.10.20 - 08:00 Uhr

Neue Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus der Hessischen Landesregierung

Das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung hat die bestehenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus angepasst. Diese sind zum einen angesichts der steigenden Infektionszahlen notwendig. Zugleich laufen viele bestehende Corona-Verordnungen in Hessen zum 31.10. aus und müssen entsprechend angepasst, verändert bzw. verlängert werden.

Der Ministerpräsident rief mit Blick auf die stark steigenden Infektionen zur Vorsicht auf. „Wir müssen alles daransetzen, einen erneuten Lockdown zu verhindern. Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass Schulen und Kitas offenbleiben. Wir wollen auch Betriebe und Geschäfte offenhalten. Deshalb müssen wir jetzt bei privaten Feiern, im Urlaub und in der Freizeit zusätzliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Auch wenn uns das allen schwerfällt.“

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Private Feiern

Da diese immer wieder Herde von erheblichen Ausbruchsgeschehen waren und sind, werden

  •     private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung auf max. 50 Personen begrenzt.
  •     Für Feiern in privaten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von 25 Personen dringend empfohlen.

Veranstaltungen / Kulturangebote

  • Für öffentliche Veranstaltungen gilt weiterhin eine Begrenzung auf 250 Personen. Voraussetzung ist das Vorliegen eines Hygienekonzeptes. Veranstaltungen mit mehr Personen, bedürfen einer zusätzlichen Genehmigung durch das örtliche Gesundheitsamt,
  • Die bisherige 3-Quadratmeter-Regelung bei Veranstaltungen oder Kulturangeboten wie Theater, Konzerten oder Kinos entfällt. Es gelten die allgemeinen Abstands- und Kontaktregeln (1,5 Meter Abstand, max. 10 Personen zusammen) wie bspw. in der Gastronomie. Auch in Schwimmbädern wird die 3-Quadratmeter-Regelung aufgehoben.
  • Bei Zusammenkünften von Seniorinnen und Senioren wurde die Teilnehmerzahl bislang gesondert begrenzt. Dies wird aufgehoben. Es gelten die gleichen Vorgaben wie bei anderen Zusammenkünften.
  • Für Clubs und Tanzlokale gelten künftig die gleichen Regeln wie für die Gastronomie. Das bedeutet, diese können Gäste unter den geltenden Maßnahmen genau wie Bars und Restaurants bewirten. Es gilt aber ein Verbot von Tanzveranstaltungen. Dafür sind räumliche Vorkehrungen zu treffen. Die Öffnung muss durch das örtliche Gesundheitsamt genehmigt werden.


Geschäfte / Märkte

  • Auch in Geschäften entfällt die 3-Quadratmeter-Regelung. Es gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln.
  • Die Spielbereiche für Kinder in Geschäften und auf Märkten dürfen wieder öffnen.
  • Auf Märkten mit einem erheblichen gastronomischen Angebot gelten jetzt die gleichen Anforderungen wie in Gaststätten. Dazu zählen insbesondere Abstandsregeln, Angabe von Kontaktdaten und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für Kellnerinnen und Kellner.


Gästelisten / Kontaktnachverfolgung

  • In der Vergangenheit hat sich bei Ausbruchsgeschehen gezeigt, dass falsche Angaben auf Gästelisten in der Gastronomie die Kontaktdatennachverfolgung erschwert haben. Deshalb soll die Angabe falscher Daten mit einem Bußgeld belegt werden.
  • Dementsprechend wird eine Pflicht der Gäste zur vollständigen und wahrheitsgemäßen Angabe der Daten zur Kontaktnachverfolgung in die Verordnung aufgenommen. Die Betreiber bzw. Veranstalter müssen die Angaben auf Plausibilität überprüfen. Dazu kann die Vorlage des Personalausweises bzw. Passes verlangt werden.
  • Auch Betreiber körpernaher Dienstleistungen wie bspw. Nagelstudios oder Friseure müssen zukünftig die Kontaktdaten ihrer Kundinnen und Kunden für eine mögliche Kontaktnachverfolgung erfassen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der beginnenden Erkältungszeit notwendig.


Mund-Nasen-Bedeckung

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist zukünftig auch

  • in Wahlräumen und in Wahlkabinen
  • während des Aufenthalts auf Bahnsteigen und an Haltestellen

vorgeschrieben.

Schule

  • In Schulen gilt weiterhin eine Maskenpflicht außerhalb der Klassenzimmer, bspw. auf den Schulhöfen oder in den Gängen.
  • Vor Ort können Ausnahmen bestimmt werden. Die neue Verordnung stellt klar: Beim Essen und Trinken darf auch auf dem Schulhof der Mund-Nasen-Schutz abgenommen werden. Gleiches gilt, wenn es zu schulischen Zwecken erforderlich ist.

Reisebestimmungen / Beherbergungsverbot

Die bestehenden Regelungen bleiben bestehen.

Die Verordnungen treten am 19.10.2020 in Kraft und gelten bis zum 31. Januar 2021.

12.10.20 - 08:00 Uhr

Corona Fallzahlen steigen auch im Lahn-Dill-Kreis

Wie der Lahn-Dill-Kreis informiert, befindet sich unser Landkreis seit Mittwoch, 7. Oktober 2020 gemäß Eskalationskonzept des Landes Hessen in der zweiten Eskalationsstufe (gelb). Diese Stufe ist ab 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage erreicht. Aktuell (Stand 9.10.2020) liegt die 7-Tages-Inzidenz des Lahn-Dill-Kreises bei 27,73.

Die zweite Stufe löst noch keine beeinträchtigenden und einschränkenden Maßnahmen für das öffentliche Leben aus. Allerdings stellen diese steigenden Zahlen von Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 eine Warnung dar, denn der Landkreis steht unter Umständen kurz davor, einschränkende Maßnahmen ergreifen zu müssen. 

Die Ursachen für steigende Infektionszahlen liegen sowohl im Bereich von privaten Feiern als auch im Freizeitverhalten. Derzeit können vom Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises nicht alle Einzelfälle auf ein Ausbruchsgeschehen zurückverfolgt werden, so dass deren Ansteckungsquelle unerkannt bleibt.

Landrat Wolfgang Schuster appelliert daher an dieser Stelle noch einmal an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger, die AHA-L-Regeln umzusetzen (Abstand halten, Hygieneregeln einhalten, Alltagsmasken tragen und regelmäßiges Lüften). Ebenso empfiehlt er dringend, angesichts der aktuellen Situation private Feiern zuhause auf zehn Personen und im öffentlichen Raum auf 25 Personen zu begrenzen. Große Familienfeiern – in der jüngsten Vergangenheit oftmals Ursache regionaler Ausbrüche – sollte man dringend verschieben. Denn auch Menschen, die nur leichte Symptome einer Atemwegserkrankung haben, können andere Menschen anstecken. 

Besonders vulnerable (verletzliche, anfällige) und damit besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wie z. B. Senioren oder Menschen mit Vorerkrankungen müssen geschützt werden, um schwere Erkrankungsverläufe zu verhindern. Dazu gehört auch, den Besuch in einem Seniorenheim zu verschieben, wenn man selbst bereits unter leichten Erkrankungszeichen leidet. 

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus im Lahn-Dill-Kreis sowie nützliche Tipps und Hinweise finden Sie auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.lahn-dill-kreis.de/corona .

04.09.20 - 08:00 Uhr

Grillhütten vorsorglich geschlossen

Die städtischen Grillhütten in Herborn können vorerst nicht mehr genutzt werden. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat die Stadtverwaltung ihre Grillhütten-Pächter angehalten ihre Einrichtungen wieder zu schließen beziehungsweise nicht zu vermieten.

Da nur wenige städtische Grillhütten eine ausreichende Größe aufweisen, können aufgrund der geltenden Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (CoKoBeV) nur sehr kleine Veranstaltungen stattfinden. Erschwerend wirkt sich die geforderte Einhaltung des Hygienekonzepts in Grillhütten aus. Angesichts der Gefahr einer möglicherweise unregelmäßigen bzw. unzureichenden hygienischen Reinigung der sanitären Anlagen, kann der Betrieb der städtischen Grillhütten nicht gewährleistet werden.

Gerade bei Grillfesten mit geselligem Beisammensein – wie auch bei Hochzeiten und anderen feierlichen Anlässen - kann es passieren, dass Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen nicht eingehalten werden. Daher empfiehlt die Stadtverwaltung den Betreibern der Grillhütten, ihre Einrichtungen zu schließen, um dem Anstieg der Neuinfektionen mit dem Covid-19-Virus entgegenzuwirken.
Einen Überblick dessen, was momentan in Hessen erlaubt ist und was nicht, bietet die Homepage des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.  

Bild: Alexa S. Fotos/pixabay.com

30.07.20 - 08:00 Uhr

Hygienekonzept für die Nutzung städtischer Gemeinschaftseinrichtungen

Die städtischen Gebäude -  wie Bürgerhäuser und Gemeinschaftsräume  -  öffnen demnächst wieder und können dann schrittweise eingeschränkt genutzt werden. Die Stadt Herborn hat für die Nutzung städtischer Gemeinschaftseinrichtungen ein Hygienekonzept erarbeitet.

Das Einhalten der Vorgaben  im Leitet Herunterladen der Datei ein„Hygienekonzept für die Nutzung der städtischen Gemeinschaftseinrichtungen der Stadt Herborn während der Corona-Pandemie“ ist Voraussetzung für Aktivitäten von Vereinen oder private Anlässe. Der jeweilige Nutzer ist für die Einhaltung des Hygienekonzeptes sowie für die Durchführung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen verantwortlich. Sollten die Regelungen nicht eingehalten werden, muss die Nutzung eingestellt werden und der Nutzer erhält ein Nutzungsverbot.

06.05.20 - 08:00 Uhr

Rathaus und öffentliche Einrichtungen teilweise wieder offen

Die Stadtverwaltung Herborn öffnet am 6. Mai wieder für den Publikumsverkehr. Das Vereinbaren von Terminen reduziert Wartezeiten im Rathaus. Durch den Beschluss von Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder dürfen seit Beginn dieser Woche unter anderem Friseure, Tierparks und Spielplätze unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder öffnen.

Seit Wochenstart sind auch im Stadtgebiet Herborn weitere öffentliche Einrichtungen wieder offen, dazu gehören der Tierpark in Uckersdorf, das Wildgehege (mit Einschränkungen, aufgrund der Sanierungsarbeiten an der Kallenbachbrücke) und der Aussichtsturm Dillblick im Stadtwald, der Stadtpark sowie die städtischen Spielplätze in der Kernstadt und den Stadtteilen. Auch das Rathaus öffnet am 6. Mai wieder für Besucher. Die Abstands- und Hygieneauflagen gelten trotz Öffnung weiterhin, um eine mögliche Übertragung des Corona-Virus gering zu halten.

„Die bisherigen Verbotsschilder und Absperrungen in Teilen des Wildgeheges und auf den Spielplätzen wurden bereits entfernt“, erklärte Bürgermeisterin Katja Gronau. „Trotzdem ist es weiterhin wichtig, dass wir alle durch besonnenes Handeln im Alltag die Zahl der Neu-Infektionen gering halten. Wir müssen die Abstandsregeln weiter beachten und dürfen im Zuge der Lockerungen nicht leichtsinnig werden.“

Alle Dienstleistungen im Rathaus stehen seit dem 6. Mai wieder zu Verfügung. Die geänderten Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Montag, Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. Grundsätzlich werden Besuchern gebeten einen Termin zu vereinbaren, um Wartezeiten zu verringern. Termine können telefonisch über den Empfang des Rathauses, Tel. 02772/708-0, vereinbart werden. Ferner gilt, dass Bürgerinnen und Bürger die Stadtverwaltung Herborn nur in dringenden Fällen aufsuchen sollen. Nach wie vor ist die Stadtverwaltung nur über den Eingang in der Turmstraße zugänglich, auch müssen Besucher des Rathauses weiterhin einen Pandemie-Fragebogen ausfüllen.

Alle Besucher  werden gebeten, vor einem Besuch telefonisch zu klären, ob zwingend ein persönliches Erscheinen erforderlich ist und wenn ja, welche Dokumente benötigt werden oder die Dienstleistung auch online unter services.herborn.de (ohne www) abgewickelt werden kann. Der Empfang beantwortet Anfragen oder vermittelt an die Ansprechpartner der Fachabteilung. Der Empfang im Rathaus ist von 8 bis 16 Uhr besetzt, telefonisch erreichen Sie ihn unter 02772/708-0. Dringende Dienstleistungen, die nicht aufschiebbar und eilig sind, werden zurzeit in allen Fachbereichen nach vorheriger Terminabsprache per Telefon angeboten. 

06.05.20 - 08:00 Uhr

Teile des Wildgehege Herborn wieder offen

Teile der Wege sind aufgrund von Vorarbeiten zur Sanierung der Kallenbachbrücke weiterhin gesperrt. Seit über 50 Jahren betreibt die Stadt Herborn auf knapp 23 Hektar das Wildgehege im Stadtwald. Das Wildgehege öffnet in dieser Woche, nach sechswöchiger Pause wegen der Corona-Pandemie, wieder für Besucher. Besucher werden gebeten die Zufahrt über die Arnoldistraße zu nutzen.
Aufgrund der Sanierung der Kallenbachbrücke müssen Teile der Wirtschaftswege gesperrt bleiben. Wegen Asphaltarbeiten, die dem Herrichten der Baustraße zur Sanierung der Kallenbachbrücke an der Autobahn 45 dienen, sind der Parkplatz und Waldweg am Uckersdorfer Weg (am Ziegengehege), der Waldweg ab dem Parkplatz am Aussichtsturm Dillblick sowie der Spielplatz oberhalb des Damwild-Geheges weiterhin gesperrt. Der Parkplatz am Dillblick ist nur für Besucher des Aussichtsturm Dillblick zugänglich, der Eingang zum Wildgehege kann nicht genutzt werden.

Das Wildgehege mit seinen ausgedehnten naturbelassenen Gehegen bietet rund 70 Tiere Platz, darunter Ziegen, Esel, Muffelwild sowie Rotwild, Lamas und viele mehr. Wie in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gelten auch hier die Abstandsregeln und Kontaktbestimmungen. Gleich wenn das Wildgehege ein beliebtes Naherholungsgebiet für Jung und Alt ist, appelliert Bürgermeisterin Katja Gronau an die Mithilfe und Vernunft der Bürgerinnen und Bürger auch bei der Freizeitgestaltung besonnen zu bleiben und dazu beizutragen, dass die Lockerungen nicht zu einem Anstieg der Neuinfektionen führten.

30.04.20 - 08:00 Uhr

2. Appell an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Herborn

Liebe Herbornerinnen, 
liebe Herborner,

mit einer weiteren Nachricht wenden wir uns heute an Sie und Euch alle – in einer Zeit, in der wir eigentlich mittendrin wären in den frühlingshaften Festen und Zusammenkünften unserer schönen Stadt und nicht zuletzt gemeinsam an vielen Stellen unserer schönen Region in den Mai tanzen würden.

Aber 2020 ist alles anders: Seit fast sieben Wochen beherrscht „Corona“ unser Leben. Sieben Wochen, in denen wir gemeinsam versucht haben, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen ... Wir haben gelernt: Die Ansteckungsgefahr ist groß, Gegenmittel haben wir (noch) nicht, und so ist das Abstandhalten der beste Schutz gegen eine Ansteckung mit Covid19-Viren.

Wir sind unaufhörlich gebeten und ermahnt worden: Bleibt zuhause! Haltet Abstand! Lebt Solidarität mit den Menschen, die sie JETZT brauchen: Den Kranken, der Ärzteschaft und dem Pflegepersonal und dazu den unterschiedlichen Risikogruppen.

Sieben Wochen hat das gut funktioniert und wir waren erfolgreich: In Deutschland hat sich das Virus vergleichsweise langsam ausgebreitet. International werden wir gelobt für unser Krisenmanagement. 

Gleichwohl werden die Menschen der Verbote, der Vorgaben und aller Abstandsregeln müde. Manche sprechen angesichts der Maßnahmen von einer „Bevormundung“. Andere sehen die Demokratie in Gefahr und lamen-tieren, es werde ihnen die Freiheit genommen. Stimmen werden lauter, die die Corona-Gefahr grundsätzlich anzweifeln. Die Menschen werden nachlässiger. Auch hier in Herborn. Deshalb sagen wir deutlich: Wir sind überzeugt davon, dass es sich lohnt, weiter achtsam zu sein. Das Virus ist nicht besiegt!

Frust und Unmut über einzelne Maßnahmen entladen sich in den sozialen Netzwerken. Jeder noch so wirre und irre Tweet oder Post findet immer noch Menschen, die ihn liken und auch teilen. Wir raten Ihnen: Schauen Sie die Fakten an. Fragen Sie sich, was passiert, wenn die Ansteckungsquoten wieder steigen. Und blicken Sie in unsere Nachbarländer, wie massiv dort die Beschränkungen waren. Und vergleichen wir dabei nur, was auch vergleichbar ist.

Lassen Sie uns weiter achtsam sein. Und lassen wir nicht zu, dass eine schleichende Sorglosigkeit die eben noch so großartige Solidarität ersetzt. Unsere Geduld, unsere Solidarität und auch unsere Barmherzigkeit sind nach sieben Wochen noch nicht aufgebraucht. Dessen sind wir sicher!

Gemeinsam mit allen Fraktionen unserer Stadtverordnetenversammlung und dem Magistrat arbeiten wir daran, dass Herborn gut durch die Krise kommt. Unser Dank gilt SPD, CDU, FWG, Grünen, SGH und, FDP für ihr verantwortungsvolles Handeln, für berechtigte Nachfragen und für einen gemeinsamen, besonnenen Weg. Die Stadtpolitik steht zusammen in diesen Zeiten und das erbitten wir auch von Ihnen und Euch: 

Gerade JETZT müssen wir weiter zusammenhalten und achtgeben aufeinander. Vieles würden wir uns anders wünschen. Unbestritten. Aber Ebenen übergreifend arbeitet die Politik daran, schrittweise und verantwortungsvoll die Maßnahmen, die viele Leben in Deutschland gerettet haben, zu reduzieren. Nur so bekommen wir unser „normales“ Leben schnellstmöglich zurück. Wir vertrauen darauf!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien:  
Bitte bleiben Sie gesund und bleiben Sie solidarisch an diesem 1. Mai 2020!

Nur gemeinsam schaffen wir das!

Ihre 


J. Michael Müller                            Katja Gronau 
Stadtverordnetenvorsteher          Bürgermeisterin

27.04.20 - 08:00 Uhr

Maskenpflicht auf dem Herborner Wochenmarkt

In der vergangenen Woche hat der Herborner Wochenmarkt nach vierwöchiger Pause wieder stattgefunden. Um die Ansteckungsgefahr zu verringern, wurde und wird auch an folgenden Markttagen das Marktgelände auf die ganze Innenstadt ausgeweitet und die Abstände zwischen den Marktständen vergrößert. Dennoch herrschte an manchen Ständen zu Stoßzeiten zum Teil großer Andrang, so dass Besucher den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten haben.

In dieser Woche wird der Wochenmarkt wegen des Maifeiertags auf Mittwoch, den 29. April, vorverlegt. Die Stadtverwaltung Herborn weist darauf hin, dass ab dieser Woche das Tragen eines Mund-Nase-Schutz auch auf dem Herborner Wochenmarkt wie in Einzelhandelsgeschäften verpflichtend ist. Der Mund-Nase-Schutz schützt nicht nur Menschen in der Umgebung, sondern auch jeden, der eine Schutzmaske trägt. Die Bürgermeisterin Katja Gronau appelliert an die Besucher des Wochenmarktes weiterhin die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln zu beachten sowie verantwortungsbewusst und aktiv bei der Eindämmung des Corona-Virus mitzuwirken.

Der Wochenmarkt ist von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Ein Marktbesuch ist ganztägig und nicht nur zu den Stoßzeiten möglich.

22.04.20 - 08:00 Uhr

Maskenpflicht in Hessen ab 27. April

Die Hessische Landesregierung hat am 21. April eine Maskenpflicht beschlossen. Diese gilt ab Montag, den 27. April. Die Bürgerinnen und Bürger müssen ab dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie die Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs nutzen oder den Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen betreten.

„Durch die Maskenpflicht wird ein erhöhter gegenseitiger Schutz gerade an den Orten erreicht, an denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen wie etwa beim Bus- und Bahnfahren“, begründeten Ministerpräsident Volker Bouffier und Sozialminister Kai Klose am Dienstagabend die Entscheidung. Das Abstandhalten sei trotzdem weiterhin oberstes Gebot, so Bouffier. Der Ministerpräsident bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr bisher gezeigtes umsichtiges Verhalten.

„Kontaktbeschränkungen und die Abstandsregeln werden durch das Tragen einer Alltagsmaske nicht außer Kraft gesetzt“, betonten Bouffier und Sozialminister Kai Klose. Klose wies zudem darauf hin: „Bei dem Mund-Nasen-Schutz, den die Bürgerinnen und
Bürger tragen, sollte es sich um sogenannte Alltagsmasken handeln. Die professionellen medizinischen Masken müssen dem medizinischen Personal vorbehalten sein.“

Als Mund-Nasen-Schutz zählt jeder Schutz vor Mund und Nase, der auf Grund seiner Beschaffenheit unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder
Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entbehrlich, soweit anderweitige Schutzmaßnahmen, insbesondere Trennvorrichtungen, getroffen werden.

Die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, gilt nicht für Kinder unter 6 Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Das Nichttragen einer Maske stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Wenn Bürgerinnen und Bürger keine Maske aufhaben und nachdem sie angesprochen worden sind, keine aufsetzen, kann ein wiederholter Verstoß mit einem Bußgeld von 50 Euro belegt werden.

17.04.20 - 08:00 Uhr

Ab 24. April wieder Wochenmarkt in Herborn

Der beliebte Herborner Wochenmarkt nimmt am Freitag den 24. April seinen Betrieb wieder auf. Um das Marktgeschehen zu entzerren, wird das Marktgelände vom Kornmarkt und Holzmarkt auf weitere Teile der Innenstadt ausgedehnt. Zum Schutz der Besucherinnen und Besucher wird der Abstand zwischen den einzelnen Marktständen erheblich vergrößert. Die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln gelten nach wie vor.

Auf dem Herborner Wochenmarkt bieten 18 Marktbeschicker eine breite Produktpalette von Obst und Gemüse über Fleisch- und Wurstwaren, Brot und Backwaren, Eier, Geflügel und Fisch, Milcherzeugnisse, Honig, Blumen und Pflanzen bis zu mediterranen Spezialitäten. Der Wochenmarkt ist von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, so dass ein Marktbesuch entgegen eigener Gewohnheit nicht zu den Stoßzeiten nötig ist.

Wegen des Feiertags am 1. Mai wird der Wochenmarkt in der 18. Kalenderwoche auf Mittwoch, den 29. April vorverlegt. 

Ein Dank geht jetzt bereits an die Besucher und auch an die Marktbeschicker, für das Verständnis und die Mithilfe in dieser schwierigen Zeit.

31.03.20 - 08:00 Uhr

Bürgerhotline unter 02772 - 708 708

Die Stadt Herborn hat unter der Telefonnummer 02772-708 708  eine Bürgerhotline für die Zeit der Corona-Pandemie eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger können hier ihre Fragen zum Thema städtischer Dienstleistungen in Zeiten der Corona-Pandemie stellen oder sich melden, wenn sie Hilfe bei der Besorgung von Lebensmitteln oder Medikamenten benötigen und diese nicht selbst sicherstellen können. Die Stadt vermittelt  den Kontakt zu bestehenden Hilfsinitiativen im Stadtgebiet.

Die Bürgerhotline (02772 - 708 708)  ist montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 16 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr besetzt. Am Wochenende (Freitag 12 Uhr bis Montag 8 Uhr) können Hilfesuchende eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, wir werden uns am nächsten Werktag bei ihnen melden. Darüber hinaus können Bürgerinnen und Bürger die Stadtverwaltung auch per E-Mail an hotline@herborn.de kontaktieren.

Die Bürgerhotline der Stadt beantwortet keine medizinischen Fragen, für medizinische Fragen hat das Land Hessen eine Hotline unter 0800 - 555 4666 (täglich von 8 bis 20 Uhr) eingerichtet.

25.03.20 - 08:00 Uhr

Appell an die Bürgerinnen und Bürger

Herborn steht die Corona-Pandemie zusammen durch: Bürgermeisterin Katja Gronau und Stadtverordnetenvorsteher J. Michael Müller richten einen Appell an die Herborner Bürgerinnen und Bürger.

Liebe Herbornerinnen und  Herborner,

unsere schöne Heimatstadt, Sie persönlich, wir alle erleben in diesen Tagen eine Situation, die uns geradezu überwältigt.
Das lebensfrohe lebendige Herborn schließt quasi zu. Die Geschäfte, die Händler und Gewerbetreibenden mussten ihre Ladengeschäfte schließen. Die gemütlichen Restaurants, die Eisdielen und Cafés müssen ihr Angebot stark beschränken, nur noch das Abholen und Liefern von Speisen mit gebührendem Sicherheitsabstand ist zulässig. Die Schulen sind ebenso geschlossen wie unsere Kindertageseinrichtungen. Unser Stadtparlament führt keine Sitzungen mehr durch, das Rathaus kann nur nach Anmeldung und in Ausnahmefällen besucht werden.

Gleichzeitig sind wir alle aufgefordert unsere direkten sozialen Kontakte nach Möglichkeit vollständig einzustellen. Warum dies alles, werden sich viele von Ihnen fragen.

Bundeskanzlerin Angela  Merkel sprach in Ihrer Fernsehansprache von einer ernsten Lage, die es ernst zunehmen gelte. Auch Volker Bouffier der Hessische Ministerpräsident erinnerte daran, dass es "individuelle Freiheit, wie wir sie genießen, […] nicht ohne individuelle Verantwortung [gibt].“

Um es ganz einfach zu sagen, es geht auch in unserer Stadt um das Überleben, unsere Lebensfähigkeit und auch die Zukunft der Menschen in Herborn.

Die Corona-Pandemie ist gefährlich. Die aus dem Virus entstehenden Erkrankungen bedrohen das Leben eines erheblichen Teils der infizierten Menschen. Doch, wir haben eine Chance die Ausbreitung des Virus zu unterbrechen. Wir verhindern einfach durch weniger Sozialkontakte, dass der Virus von einem zum anderen wandert und sich damit verbreitet.

Nur - ausschließlich nur - das Unterbinden dieser sozialen Kontakte verhindert die weitere Ausbreitung des Virus und die gehäufte Infektion. Distanz schützt Sie, aber auch uns alle. Wir appellieren an Sie alle: seien Sie vernünftig, halten Sie sich an die Vorgaben von Bund und Land, damit wir uns alle gesund wieder begegnen können.

Bleiben Sie zu Hause. Gehen Sie nicht in unsere schöne Stadt. Vermeiden Sie sich mit anderen zu treffen. Zeigen wir es dem Virus. Leben wir verantwortungsvoll unser bürgerschaftliches Gemeinwesen. Viele unserer Gewerbetreibenden können Sie übrigens auch telefonisch erreichen und Bestellungen aufgeben. Sie werden sicherlich gut beliefert.

Deshalb gilt es jetzt. Machen wir das, was wir in Herborn immer gut konnten und können, lassen sie uns gemeinsam umeinander kümmern und solidarisch zu unseren Mitmenschen sein.

Wir rufen Sie alle, junge aber eben auch ältere Mitbürger auf, seien Sie verantwortungsvoll, damit wir auch morgen noch sagen können, Herborn - so bunt ist das Leben.

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit zu Hause und bleiben Sie gesund.

Herzlichst Ihre

J. Michael Müller                                     Katja Gronau
Stadtverordnetenvorsteher                   Bürgermeisterin

24.03.20 - 08:00 Uhr

Herborner Wochenmarkt abgesagt

Der Herborner Wochenmarkt findet ab diesem Freitag, 27. März, bis auf Weiteres nicht statt.

Wurde der Wochenmarkt in der vergangenen Woche noch unter besonderen Schutzmaßnahmen, wie Entzerren der Stände und Ausweitung des Marktgeländes, durchgeführt, sagt die Stadt Herborn den Wochenmarkt ab. Einige der Händler, die ihre Waren auf dem Wochenmarkt anbieten, hatten zuvor aus eigenem Antrieb schon die Teilnahme am Markt abgesagt.

Obwohl Wochenmärkte entsprechend der Leitlinien der Bundesregierung und der aktuell geltenden Verordnung des Landes Hessens zur Bekämpfung des Corona-Virus noch ausdrücklich erlaubt sind, hat die Stadt Herborn die Absage des Wochenmarktes beschlossen. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, sie ist aber in der Konsequenz richtig. Trotz der Schutzmaßnahmen, unter denen der Markt in der Vorwoche stattgefunden hat, können wir nur durch die Absage des Wochenmarktes die Ausbreitung des Corona-Virus unterbrechen und auch das Kontaktverbot im öffentlichen Raum gewährleisten“, begründet Bürgermeisterin Katja Gronau den Entschluss.

18.03.20 - 08:00 Uhr

Informationen des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zum Coronavirus

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gibt Ihnen im Folgenden einige Informationen sowie Hinweise auf Quellen, wo Sie weitergehende aktuelle Informationen erhalten können.


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17.03.20 - 08:00 Uhr

Vorsorgemaßnahmen um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen

Um die Verbreitung  des Coronavirus weiter zu entschleunigen hat die Stadt Herborn weitere Vorsorgemaßnahmen beschlossen, die ab sofort und bis auf Weiteres gelten.

Städtische Einrichtungen

Das Rathaus ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Besucher mit dringenden Anliegen werden gebeten sich vorab telefonisch (02772-708 0) an die Stadtverwaltung zu wenden. Dadurch sollen unnötige Behördengänge vermieden werden. Gegenwärtig werden auch keine KfZ-Zulassungen im Bürgerbüro durchgeführt, bitte wenden Sie sich an die Zulassungsstelle in Wetzlar. Nach wie vor müssen Besucher des Rathauses am Eingang einen Pandemie-Fragebogen ausfüllen, im Zweifelsfall kann der Zutritt zum Rathaus verweigert werden.

Die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer haben am 16. März weitreichende Leitlinien zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich vereinbart, auf dieser Grundlage sind das Wildgehege im Stadtwald und die städtischen Spielplätze gesperrt. 

Darüber hinaus hat der Lahn-Dill-Kreis am 16. März eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die „öffentliche und private Veranstaltungen sowie sonstige Ansammlungen von Menschen in geschlossenen Räumlichkeiten öffentlicher und privater Art sowie im Freien auf Flächen von weniger als 300 Quadratmetern, bei denen sich  mehr als 49 Personen versammeln, sind bis zum 30. April 2020 untersagt. Eine Verlängerung der Frist wird vorbehalten.“

Kinderbetreuung

Für Kinder im Kindergartenalter hat die Stadt Herborn am 16. März eine Notbetreuung in der Kita Herborn eingerichtet. Betreut werden Kinder von Alleinerziehenden, die in systemkritischen Bereichen (u.a. Polizei, Feuerwehr, Gesundheitsdienst und wichtige Infrastruktur etc.) tätig sind sowie von Eltern, die beide in solchen Positionen arbeiten. Personen die nachweislich zu dieser Personengruppe gehören, können sich in der Kita Herborn (02772 – 53971, telefonische Erreichbarkeit von 9 Uhr – 15 Uhr) über die Möglichkeit einer Notbetreuung informieren.

Wochenmarkt

Der Wochenmarkt in Herborn, freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr, findet weiterhin statt und bleibt, entsprechend der Leitlinien der Bundesregierung und der Regierungschefs der Bundesländer zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich, bis auf Weiteres geöffnet.

Hintergrund: Die Ausbreitung des  Coronavirus (SARS-CoV-2) schreitet in Deutschland und weltweit rasant voran. In der aktuellen Situation müssen Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrochen werden. Dies gelingt nur, wenn Menschenansammlungen jeglicher Art möglichst vermieden werden. 
Im Lahn-Dill-Kreis gibt es aktuell 18 bestätigte Coronafälle.

16.03.20 - 08:00 Uhr

Stadt Herborn beschließt vorsorglich weitere Schutzmaßnahmen

Städtische Einrichtungen

Das Haus der Jugend Herborn ist ab sofort (ab dem 16. März) und bis auf Widerruf für Besucher geschlossen.

Der städtische Baubetriebshof ist ebenfalls mit sofortiger Wirkung für Besucher gesperrt. Die Annahme von privatem Baum- und Heckenschnitt, die für die Samstage 21. und 28. März und 4. April angekündigt wurde, findet nicht statt. 

Darüber hinaus wird auch die Bürgersprechstunde der Bürgermeisterin, die donnerstags angeboten wurde, vorübergehend ausgesetzt.

Auch die öffentlichen Toiletten in der Bahnhofstraße und am Herborner Bahnhof sind seit 16. März gesperrt.

Wie die Stadtmarketing GmbH mitteilte, bleiben das Stadtmarketing-Büro und die Tourist-Info im Bahnhof für den Publikumsverkehr ab heute (16. März) geschlossen. Die Mitarbeiter des Stadtmarketings können per E-Mail (tourist@herborn.de) und Telefon (02772-7081900) erreicht werden.

Beerdigungen und Trauungen

Alle Beerdigungen in der  Zeit vom 16.März 2020 bis vorerst zum 01. Mai 2020  können nur noch im Freien und im engsten Familienkreis stattfinden. Die Friedhofshallen stehen vorerst nicht mehr dafür zur Verfügung. Witterungsbedingte Ausnahmen sind nur nach Rücksprache mit dem Fachdienst Hochbau und Gebäudeservice möglich.  Der jeweils zuständige Pfarrer wird gebeten, freiwillig eine Liste über die Trauergäste zu führen, damit im Zweifelsfall die Infektionskette nachgewiesen werden kann. 

Alle Eheschließungen im Standesamt Herborn ab dem 16. März finden im großen Saal des Rathauses statt, dabei sind maximal 12 Gäste zulässig. Wer eine geplante Trauung verschieben möchte, kann dies telefonisch oder per E-Mail (standesamt@herborn.de) tun. Gegenwärtig werden keine neuen Anmeldungen für Eheschließungen angenommen.

Kinderbetreuung

Vor dem Hintergrund der hessenweiten Schließung von Kindertagesstätten und Schulen hat die Stadt Herborn eine Sofortmaßnahme zur Betreuung von Kitakindern im Stadtgebiet auf den Weg gebracht. Ab heute, 16. März 2020, können Kinder im Kindergartenalter, deren Eltern im Gesundheitsbereich (wie Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen) sowie im sicherheitsrelevanten Bereich (wie Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, Justiz) beschäftigt sind, zentral in der Kita Herborn betreut werden. Berufstätige Eltern und Erziehungsberechtigte, die nicht zu den genannten sensiblen Berufsgruppen gehören und selbstständig eine Betreuung für ihre Kinder organisieren, werden ausdrücklich um Verständnis gebeten.

14.03.20 - 08:00 Uhr

Vorsorge zur Verhinderung der Weiterverbreitung des Coronavirus

Coronavirus: Kindertagesstätten geschlossen

Das Land Hessen hat heute entschieden, Schulen und Kitas in ganz Hessen zu schließen. Dies gilt ab Montag (16. März) bis Ende der Osterferien (einschließlich 19. April) und hat zum Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Deswegen bleiben auch in Herborn alle Kitas ab Montag geschlossen. Die betroffenen Eltern sind nun kurzfristig gefordert, die Betreuung der Kinder selbst zu organisieren. Die Stadt setzt die Entscheidung des Landes um und baut eine Notbetreuung für Kinder von Eltern auf, die Funktionsträgerinnen und Funktionsträger (Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr (dazu müssen wir auch die Ehrenamtlichen zählen), Richter, Staatsanwälte, Ärzte, Pflegepersonal, Krankenhauspersonal, Personal von Arztpraxen etc.)

Welche Kitas Betreuung anbieten werden, wird vom Bedarf abhängen. Die anspruchsberechtigten Eltern sollen sich deshalb Montag in ihrer Einrichtung melden, damit Details geklärt werden können.

Hilfreiche Informationen für betroffene Eltern gibt es unter diesem Link: Öffnet externen Link in neuem FensterInformationen für Eltern

Zum Schutz vor dem ansteckenden Erreger SARS-CoV-2 (Coronavirus) hat die Stadt Herborn vorsorglich Schutzmaßnahmen beschlossen. Damit soll die Ausbreitung des Virus verlangsamt und im besten Fall verhindert werden. 

Die Stadtbücherei, das Museum und das Stadtarchiv werden ab dem 14. März bis auf weiteres geschlossen.

Die Eingänge des Rathauses am Marktplatz und Bürgerbüro werden ab 16.März 2020 für den Besucherverkehr gesperrt. Der Zugang zur Stadtverwaltung ist ausschließlich über den Eingang in der Turmstraße möglich. Ebenfalls ab 16. März 2020 müssen Besucher des Rathauses am Empfang einen Pandemie-Fragebogen ausfüllen, im Zweifelsfall kann der Zutritt zum Rathaus verweigert werden. Damit die Dienstleistungen der Stadtverwaltung dauerhaft aufrechterhalten werden können, bitten wir ab sofort persönliche Besuche auf ein absolut notwendiges Maß zu beschränken und bei der Kontaktaufnahme zu uns Kommunikationswege wie E-Mail (info@herborn.de) und Telefon (02772-708 0) zu nutzen. Bitte nutzen Sie auch die Möglichkeit, einige unserer Dienstleistungen komplett online abzuwickeln.

Sämtliche Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Bürgerhäuser) der Stadt Herborn werden ab sofort für den Notfall bereitgehalten, es finden keine Vermietungen und Verpachtungen mehr statt. In diesem Zusammenhang werden alle Vereine, Privatpersonen und andere Nutzer, die bereits einen Mietvertrag über die Nutzung städtischer Gemeinschaftseinrichtungen geschlossen haben, gebeten ihre Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben. Mitarbeiter des Gebäudemanagement kontaktieren gegenwärtig alle Mieter, um sie über die Schutzmaßnahmen der Stadt Herborn zu informieren und die Möglichkeit einer Verschiebung oder Ausfalls zu erörtern.

Hintergrund:

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) breitet sich in vielen Ländern weltweit und auch in Deutschland aus. Eine weitere Verbreitung des Erregers ist zu erwarten. Im Lahn-Dill-Kreis gibt es aktuell fünf bestätigte Coronafälle.
In der aktuellen Situation müssen Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrochen werden. Dies gelingt nur, wenn Menschenansammlungen möglichst vermieden und nur aus zwingenden Gründen durchgeführt werden. Aus diesem Grund hat der Lahn-Dill-Kreis am 11. März 2020 per Allgemeinverfügung Veranstaltungen über 1000 Personen verboten und empfiehlt Städten und Gemeinden weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen.

Eine hessenweite Hotline zu dem Thema ist unter der Nummer 0800-5554666 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar.

Weiterführende Links zum Thema:

Öffnet externen Link in neuem FensterInformationen auf der Website des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration

Öffnet externen Link in neuem FensterInformationen des Lahn-Dill-Kreises zum Coronavirus

Öffnet externen Link in neuem FensterÜbersicht des Robert Koch-Instituts zu den Risikogebieten

Öffnet externen Link in neuem FensterInformationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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