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Deshalb gibt es keine kleinen Gelben Tonnen

Deshalb gibt es keine kleinen Gelben Tonnen

Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill informiert: Mehr Wertstoffe werden getrennt gesammelt und dem Stoffkreislauf zugeführt.

Die Verteilung der Gelben Tonnen im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) ist abgeschlossen. Knapp 79.000 Behälter in den Größen 240 Liter und 1.100 Liter wurden aufgestellt. Größe und Anzahl der Behälter orientieren sich an den am Grundstück vorhandenen Altpapiergefäßen. Anders als in der Stadt Wetzlar werden im übrigen Kreisgebiet jedoch keine 120-Liter-Tonnen aufgestellt und Leichtverpackungen nehmen auch die Wertstoffhöfe kostenlos an.

Mindestens noch bis Ende Februar werden auch die Gelben Säcke mitgenommen. Ab März beginnt das zuständige Entsorgungsunternehmen Knettenbrech + Gurdulic aus Solms dann damit, den Bedarf dort anzupassen, wo nachweislich und dauerhaft mehr oder weniger Gefäßvolumen benötigt wird als bei der Erstausstattung vorgesehen. Dafür gibt es die kostenlose Hotline 0800 1015860 und die E-Mail-Adresse kommunal-mittelhessen(at)knettenbrech-gurdulic.de. Das Unternehmen bittet die Anwohner um etwas Geduld – es liegen zahlreiche Tauschaufträge vor.

Zur Einführung der Gelben Tonne haben viele Bürgerinnen und Bürger Fragen gestellt, die unter anderem auf der Homepage der Abfallwirtschaft Lahn-Dill (www.awld.de) beantwortet werden. Eine häufige Frage betrifft die Tonnengrößen, insbesondere warum es im Kreis keine kleinen Gelben Tonnen gibt. Im Lahn-Dill-Kreises gibt es das Identsystem, das die Anzahl der Restabfall-Leerungen bei der Gebührenberechnung berücksichtigt und somit Anreize zu einer besseren Getrenntsammlung schafft. Folge: Die Restmüllmengen sinken und die Menge der getrennt gesammelten Leichtverpackungen steigt. Im Durchschnitt lagen dadurch mehr als nur ein oder zwei Säcke am Abholtag an den Grundstücken. Eine 120-Liter-Tonne wird dieser Entwicklung nicht gerecht.

In einem großen Flächenkreis wie dem Lahn-Dill-Kreis sind weite Anfahrtswege zu berücksichtigen. Die gelben Abfallbehälter werden deshalb, wie bisher die Gelben Säcke, im vierwöchentlichen Abfuhrrhythmus entsorgt. Kürzere Leerungsintervalle aufgrund kleinerer Tonnen würden zu höheren Kosten und mehr Umweltbelastungen führen. Bei Gelben Tonnen ist der Inhalt sehr leicht und eine 240-Liter-Tonne deshalb kaum unhandlicher als ein 120-Liter-Behälter. Geleert werden übrigens nur die neuen Behälter, keine Altbestände oder selbst gekauften Tonnen.

Last but not least stellt sich der Lahn-Dill-Kreis mit den 240- und 1.100-Behältern bereits für die Zukunft der Wertstofferfassung auf. Denn das erklärte Ziel des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist es, perspektivisch auch die sogenannten stoffgleichen Nichtverpackungen – also z.B. andere Kunststoffprodukte aus dem Haushalt – separat über die Gelben Tonnen zu sammeln. Insofern sind kleine Sammelbehälter im Bereich der Wertstofferfassung für die Zukunft ungeeignet.

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