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A45: Überführungsbauwerk wird abgerissen – Vollsperrung in beide Fahrtrichtungen
Herborn. Die Autobahn Westfalen bricht im Zuge der A45 das Überführungsbauwerk „Kiefernweg/Herborn-Burg“ ab. Das Bauwerk ist sanierungsbedürftig und wird in Abstimmung mit der Stadt Herborn nicht ersetzt. Für die Abbrucharbeiten wird die A45 von Freitag (11.9.) ab 22 Uhr bis Montag (14.9.), 5 Uhr, zwischen den Anschlussstellen Dillenburg und Herborn-West in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Die Umleitungen sind ausgeschildert und führen den Verkehr über die Bedarfsumleitungen U38 und U15.
Grund für den Abriss: Lückenloser Lärmschutz
Es gibt zwei wesentliche Gründe, warum sich die Autobahn Westfalen gegen einen Neubau des Bauwerks entschieden hat. Zum einen gibt es alternativ für alle Anwohnerinnen und Anwohner von Herborn-Burg die Möglichkeit in rund 300 Metern Entfernung die Unterführung der Talbrücke Windelbach zu nutzen, um vom Dorf in den Wald zu gelangen. Auch Forstfahrzeuge können die Unterführung nutzen. Zum anderen ist im Zuge des 6-streifigen Ausbaus der A45 zwischen der Talbrücke Lützelbach und der Anschlussstelle Herborn-West der Bau von Lärmschutzwänden geplant, um die Anwohner der Gemeinde Burg zukünftig besser vor dem Verkehrslärm der A45 zu schützen. Die Lärmschutzwände sollen nahezu auf kompletter Länge zwischen der Talbrücke Windelbach und der Anschlussstelle Herborn-West eingebaut werden. Bliebe das Überführungsbauwerk „Kiefernweg“ stehen, gäbe es in diesem Bereich eine Unterbrechung des Lärmschutzes. Mit dem Wegfallen der Brücke wird es somit einen lückenlosen Lärmschutz und eine verbesserte Lebensqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner geben.
Für den Abbruch wird zunächst ein 400 Quadratmeter großes und bis zu zwei Meter hohes Fallbett aufgeschüttet Dieses dient dem Schutz der Fahrbahn während des Abbruchs. Zeitgleich erfolgt die sogenannte „Leichterung“ des Bauwerkes. Hierfür werden die Geländer, Kappen – also die Seitenteile der Brücke - und der Brückenbelag entfernt. Der dann verbliebene Überbau sowie der eigentliche Brückenkörper werden im Anschluss statisch geschwächt und somit zu Fall gebracht. Zum Abschluss wird das Material mit mehreren Abbruchbaggern zerkleinert und anschließend abgefahren. Die Abbruchmaterialien werden in weiten Teilen recycelt.
Kontakt: Anke Bruch, 0173/5742716, anke.bruch@autobahn.de