Herborn bekämpft Eichenprozessionsspinner

Herborn bekämpft Eichenprozessionsspinner

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    Stadt Herborn setzt auf Monitoring und präventive Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

    Stadt Herborn setzt auf Monitoring und präventive Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

    Die Stadt Herborn führt jährlich Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) durch. Ziel ist es, die Gesundheitsgefahren für Bürgerinnen und Bürger an besonders sensiblen Standorten frühzeitig zu minimieren.

    In den vergangenen Jahren mussten regelmäßig Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner durchgeführt werden. Allein im Vorjahr wurden an stark frequentierten Standorten zahlreiche befallene Eichen festgestellt und mehrere hundert Nester entfernt. Die Bekämpfung erfolgte überwiegend mechanisch durch Absaugen und Entfernen der Gespinste. Aufgrund der großen Menge an Nester werden seit etwa drei Jahren auch Nematoden ausgebracht. 

    Frühzeitiges Monitoring als Grundlage für gezielte Maßnahmen

    Bereits im Frühjahr beim Blattaustrieb werden ausgewählte Eichen im Stadtgebiet kontrolliert. Das Monitoring dient dazu, den Befall frühzeitig zu erkennen, die Entwicklung der Population zu beobachten und geeignete Bekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei sensiblen Bereichen wie Friedhöfen, Kindergärten, Spielplätzen, Grillplätzen, Freizeiteinrichtungen sowie stark frequentierten öffentlichen Wegen.

    Präventiver Einsatz von Nematoden

    Zusätzlich zur mechanischen Bekämpfung durch Absaugen setzt die Stadt Herborn verstärkt auf präventive Maßnahmen. Hierzu werden an ausgewählten Standorten Nematoden eingesetzt. Dabei handelt es sich um natürliche Fadenwürmer, die die jungen Raupen des Eichenprozessionsspinners befallen und deren Entwicklung frühzeitig unterbrechen.

    Der große Vorteil dieses Vorgehens besteht darin, dass der Eichenprozessionsspinner bereits bekämpft werden kann, bevor er die gesundheitsgefährdenden Brennhaare ausbildet. Die Anzahl und Länge dieser Brennhaare nimmt mit jeder Häutung der Raupen weiter zu. Durch den frühzeitigen Einsatz können Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung deutlich reduziert werden.

    Gezielter Einsatz zum Schutz von Mensch und Umwelt

    Die Bekämpfungsmaßnahmen werden ausschließlich an besonders sensiblen und stark frequentierten Standorten durchgeführt. Dabei wird darauf geachtet, die Auswirkungen auf andere Organismen und die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

    Auf Waldflächen erfolgt grundsätzlich keine Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Dort handelt es sich um eine waldtypische Gefahr, die Teil natürlicher Waldökosysteme ist. Die Maßnahmen konzentrieren sich daher auf Bereiche, in denen aufgrund der Nutzung durch die Bevölkerung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko besteht.

    Trotz der präventiven Maßnahmen bleibt die mechanische Bekämpfung wichtig. Sollten bei den Kontrollen Nester festgestellt werden, werden diese durch Fachfirmen entfernt oder abgesaugt. Die Entfernung erfolgt insbesondere dort, wo eine unmittelbare Gefährdung für die Bevölkerung besteht.

    Durch die Kombination aus Monitoring, präventivem Einsatz von Nematoden und gezielter mechanischer Bekämpfung verfolgt die Stadt Herborn das Ziel, die Belastungen durch den Eichenprozessionsspinner nachhaltig zu reduzieren und gleichzeitig die Eingriffe in Natur und Umwelt auf das notwendige Maß zu beschränken.

    Die Stadt Herborn bittet Bürgerinnen und Bürger, Raupennester nicht zu berühren und der Stadtverwaltung Sichtungen an öffentlichen Flächen über den digitalen Mängelmelder zu melden: herborn.maengelmelder.de. Entsprechende Hinweise werden geprüft und bei Bedarf weitere Maßnahmen eingeleitet.