Badeverbot am Aartalsee aufgehoben

Badeverbot am Aartalsee aufgehoben

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    Der Lahn-Dill-Kreis informiert: Blaualgen-Lage im Badebereich hat sich entspannt. Warnhinweise bleiben bestehen, weitere Entwicklung wird überwacht

    Meldung vom 05.08.2026

    Der Lahn-Dill-Kreis informiert: Das am vergangenen Freitag ausgesprochene Badeverbot für den Aartalsee in Bischoffen wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Nachdem sich die Blaualgen-Lage im Badebereich deutlich entspannt hat, kann das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises das Badeverbot vorerst wieder aufheben. Die Gemeinde Bischoffen wurde entsprechend informiert. 

    Der Gewittersturm am vergangenen Wochenende hat vermutlich dazu beigetragen, dass sich die Blaualgen im Badebereich vorübergehend verzogen haben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Blaualgen vollständig verschwunden sind. Je nach Wind- und Wetterlage können sie sich erneut im Badebereich ansammeln. Insbesondere die anhaltende Hitzeperiode in den kommenden Tagen könnte eine erneute Vermehrung begünstigen. 

    Aus diesem Grund bleiben die Warnhinweise für Badegäste am Aartalsee bestehen. Besucherinnen Besucher werden gebeten, das Gewässer vor dem Baden aufmerksam zu beobachten. Bei grünlich verfärbtem Wasser, Schlieren oder sichtbaren Algenteppichen sollte auf das Baden verzichtet werden. Gleiches gilt für Hunde und andere Haustiere, die weder in auffälligem Wasser schwimmen noch daraus trinken sollten. 

    Das Gesundheitsamt wird die Situation am Aartalsee weiterhin regelmäßig kontrollieren. Sollte sich die Blaualgen-Lage erneut verschärfen, wird die Öffentlichkeit umgehend informiert.  

     

    Erstmeldung vom 31.07.2026

    Sofortiges Badeverbot im Aartalsee; Der Lahn-Dill-Kreis informiert: Blaualge hat sich schnell im Stausee in Bischoffen vermehrt

    Im Aartalsee in Bischoffen hat sich die Blaualge aufgrund der langanhaltenden hohen Temperaturen der letzten Wochen aktuell deutlich vermehrt. Das Kreis-Gesundheitsamt spricht deshalb ab sofort ein ausdrückliches Badeverbot aus. „Die Blaualgen sind deutlich erkennbar und es bestehen gesundheitliche Risiken. Deshalb war es wichtig, das Badeverbot jetzt auszusprechen, insbesondere mit Blick auf das bevorstehende Wochenende, an dem wieder viele Badegäste erwartet werden“, erklärt Christian Müller, Leiter des Gesundheitsamtes. Die Gemeinde Bischoffen wurde informiert und bringt Hinweisschilder am See an.

    Eine Blaualgenblüte zeigt sich zum Beispiel durch eine bläulich-grüne Trübung des Wassers mit geringer Sichttiefe, durch grünliche Schlieren, Algenteppiche auf der Oberfläche oder eine wolkenartige Verteilung im Wasser. Blaualgen können bei Hautkontakt Reizungen und allergische Reaktionen hervorrufen. Werden größere Mengen belasteten Wassers aufgenommen, besonders über mehrere Tage hinweg, sind auch giftige Wirkungen möglich.  Wer zuletzt im Aartalsee gebadet hat und nun Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot oder Hautreizungen aufweist, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

    Da sich die Ausbreitung von Blaualgen je nach Wind- und Wetterlage innerhalb weniger Stunden verändern kann, wird die Situation regelmäßig kontrolliert. Über Änderungen des Badeverbots informiert der Lahn-Dill-Kreis umgehend.

    Das gilt für Hunde und andere Haustiere

    Wenn Tiere Wasser trinken, das mit Blaualgen (Cyanobakterien) belastet ist, können sie sich ernsthaft vergiften. Die Bakterien produzieren sogenannte Cyanotoxine, die bei Tieren Symptome wie Erbrechen, Durchfälle, Orientierungslosigkeit, Atemnot, Krampfanfälle bis hin zur Bewusstlosigkeit, auslösen können. Im schlimmsten Fall kann die Aufnahme von Blaualgen tödlich enden. Hunde sind besonders gefährdet, da sie beim Spielen oder Schwimmen Wasser schlucken oder Algenreste vom Fell lecken. Auch Pferde, Katzen und Vögel können betroffen sein. Daher sollten Tierbesitzerinnen und -besitzer unbedingt darauf achten: 

    • Tiere nicht in grünlich-trüben oder mit Schlieren bedeckten Gewässern spielen oder trinken lassen
    • Nach Kontakt mit Wasser: Fell gründlich mit klarem Wasser abspülen
    • Immer frisches Trinkwasser dabeihaben – besonders an heißen Tagen