Empfang polnischer Austauschschülerinnen aus Ilawa

Empfang polnischer Austauschschülerinnen aus Ilawa

  • Kategorien: 2025

    Besuch festigt Freundschaft zwischen Partnerstädten, Schulpartnerschaft des Johanneum Gymnasiums ebnet seit 32 Jahren den Weg.

    Am 22. April sind polnische Austauschschülerinnen aus Ilawa in Ostpolen in Herborn angekommen und wurden von Bürgermeister Lukas Winkler im Rathaus begrüßt. Im Rahmen der Schulpartnerschaft, die seit 1994 besteht, verbringen die Heranwachsenden vom 22. bis 29. April eine Woche bei Gastfamilien. Die Städtepartnerschaft zwischen unserer Stadt und Ilawa besteht seit 1998 und verbindet seit Jahrzehnten Kulturen, Sprachen und Lebenswelten über Grenzen hinweg.

    Der Austausch wird von zwei verantwortlichen Lehrkräften organisiert und begleitet, die dieses Engagement bereits seit 20 Jahren leisten. Mit unzähligen Schülergruppen aus dem jeweiligen Nachbarland haben Stephan Becht (Johanneum Gymnasium) und Jolanta Gancarz (Lyzeum Ilawa) begleitet von weiteren Kollegen den interkulturellen Dialog gefördert, Vorurteile und Klischees abgebaut und Bindungen zwischen jungen Menschen gebaut. Beim Empfang im Herborner Rathaus erinnerte Bürgermeister Lukas Winkler an seinen eigenen Besuch als Schüler in der Partnerstadt vor 15 Jahren: „Ich habe dort viele tolle Menschen kennengelernt, zu manchen habe ich auch heute noch Kontakt. Die langjährige Arbeit der Lehrkräfte in beiden Städten zeigt, wie beständig Lern- und Begegnungsformen über nationale Grenzen hinweg wirken können und dass die Schülerinnen und Schüler enorm von solchen Erfahrungen profitieren“.

    In einer Zeit, in der sich beide Städte stark verändert haben, bleibt der Austausch eine Konstante. Er lehrt Gemeinschaftssinn, Dialog und Solidarität. Krisen wie der Ukraine-Krieg haben gezeigt, dass gemeinsame Solidarität nötig ist und dass Herausforderungen besser gemeinsam als getrennt bewältigt werden können. Damals (im Jahr 2021) hatten die Herborner Schulgemeinden eine Spendenaktion mit Hilfskonvoi initiiert, um die Geflüchteten und die aufnehmenden Privatpersonen in Ilawa zu unterstützen. 

    Dabei zeigte sich: Nur gemeinsam lassen sich große Aufgaben bewältigen. Die Lernenden erleben, wie Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg zu einem tieferen Verständnis füreinander führt.

    Das Besuchsprogramm umfasst sowohl Erkundungen in der näheren Umgebung Herborns, wie Wetzlar und Gießen, als auch den Besuch der Main-Metropole Frankfurt und der Domstadt Köln. Das kulturelle Programm wird ergänzt von gemeinsamen Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel Kart fahren in Sinn. So erhalten die Jugendlichen Einblicke in Geschichte und Kultur einer deutschen Großstadt, während sie gleichzeitig regionale Besonderheiten und die Lebensweise ihrer Gastgeber kennenlernen werden.

    Die Stadt und das Johanneum Gymnasium danken allen Lehrkräften, Gastfamilien und Partnern, die diesen Austausch ermöglichen und ihn auch künftig lebendig halten. Die Erfahrungen der jungen Gäste stärken Freundschaft, Toleranz und internationales Verständnis – Grundwerte, die unsere Zusammenarbeit in Europa nachhaltig prägen und stärken.