Kategorien: 2014
Herborn. 17.4.2014: Rund um den 1. Mai findet unter dem Menschen gehen vor! wieder die Woche der Arbeit im Dillgebiet statt. Fünf Veranstaltungen sind es in diesem Jahr, die Kunst und Kultur mit dem Anliegen verbinden, flächendeckend gerechte Arbeitsbedingungen und Löhne einzuführen. Zu diesem Zweck haben sich wieder ungewöhnliche Partner zusammengefunden: Gemeinsam organisieren die Gewerkschaften DGB, GEW, IG Metall und Ver.di mit der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) sowie der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Stadt Herborn die Veranstaltungsreihe, die zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf dem Herborner Marktplatz ihren Höhepunkt erreicht.
Die Kooperation suche wahrscheinlich hessen- und bundesweit ihresgleichen, ist Harald Serth, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Herborn, überzeugt. Besonders freut ihn, dass zur Kundgebung am Tag der Arbeit Pfarrerin Ulrike Scherf, die stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, nach Herborn auf den Marktplatz kommt. Das unterstreicht das gute Fundament unserer Zusammenarbeit, betont Serth. Die Kundgebung, bei der neben Ulrike Scherf auch Hans-Peter Wieth als Erster Bevollmächtigter der IG Metall Herborn das Wort an die Besucher richten wird, beginnt um 11 Uhr auf dem Marktplatz. Zuvor findet wieder der traditionelle Demonstrationszug statt, der unter dem motto Gute Arbeit sichere Rente soziales Europa steht. Er setzt sich um 10.30 Uhr vom Herkules-Parkplatz im Hüttenweg aus in Bewegung Richtung Innenstadt.
Nach der Kundgebung beginnt wieder ein buntes Familienfest, das die Gewerkschafter aus den heimischen Unternehmen organisiert haben: Wie im Vorjahr sorgt die Coverband EVE mit Rocj- und Popsongs aus den vergangenen Jahrzehnten und den aktuellen Charts für Stimmung. Außerdem gibt es wieder ein Kinderprogramm mit Schminken und Hüpfburg, Infostände der beteiligten Einzelgewerkschaften und natürlich Grillspezialitäten, Getränke sowie Kaffee und Kuchen.
Eröffnet wird die Woche der Arbeit allerdings schon mit dem Kabarettabend am Dienstag, dem 29. April, für den die federführende GEW wieder das Ensemble der Leipziger Pfeffermühle gewinnen hat können. Nach zwei Jahren in der Tenne findet der Kabarettabend nun wieder in der KulturScheune KuSch statt, wo die Besucher diesmal unter dem Titel da capo eine satirische Herrenpartie erleben können. Daran wirkt übrigens auch Dieter Richter, der Leiter der Pfeffermühle, mit. Beginn ist um 19.30 Uhr. Eingangs wird der GEW-Landesvorsitzende Jochen Nagel auf Probleme der aktuellen Bildungspolitik eingehen. Der Eintritt kostet zehn Euro, GEW-Mitglieder haben freien Eintritt. Einlass ist ab 19.30 Uhr.
Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Woche der Arbeit ist die Vernissage der Johanneum-Schüler am Mittwoch (30. April) im Foyer des Herborner Rathauses. Die Ausstellung soll dreidimensionale Kunst zeigen, mit der sich die Siebt- und Achtklässler mit dem Thema der Woche der Arbeit Menschen gehen vor! auseinandergesetzt haben. Die Vernissage beginnt um 16 Uhr mit dem Grußwort von Bürgermeister Hans Benner, danach ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Rathauses bis zum 11. Mai zu sehen.
Das zum zweiten Mal von AWO und Diakonischem Werk ausgerichtete Herborner Frühstück findet dann am 10. Mai in den Räumen der AWO im Walkmühlenweg 5 statt. Als Referent ist Christian Weis von der Frankfurter Vorstandsverwaltung der IG Metall zu Gast: Er wird im Vorfeld der Europawahl zum Thema Dauerkrise in Europa warum wir mehr, nicht weniger Europa brauchen sprechen. Außerdem hat sich Pfarrer Bernd Hagen mit seiner Handpuppe Opa Erhard angekündigt. Auf die Besucher wartet ab 9.30 Uhr außerdem ein Frühstücksbuffet.
Mit dem Ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, dem 11. Mai, endet die Woche der Arbeit, die übrigens bereits zum 13. Mal stattfindet. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der katholischen Kirche in Eibelshausen, die Predigt hält Pfarrer Roland Jaeckle, der Dekan des Evangelischen Dekanats Dillenburg. Ein weltlicher Einwurf kommt vom Ersten Bevollmächtigter der IG Metall Herborn, Hans-Peter Wieth. Außerdem wirken die Band Genezareth, die katholische Bezirksreferentin Maria Becker und der evangelische Pfarrer Bernd Hagen mit.
Klaus Kordesch