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Ehrenmedaille für das „Gedächtnis der Stadt“: Rüdiger Störkel

Ehrenmedaille für das „Gedächtnis der Stadt“: Rüdiger Störkel

Gute Geschichten ziehen in den Bann, sie erzählen von Menschen und dem Leben gestern und heute. Die Besten weiß Rüdiger Störkel zu erzählen.

Ehrenmedaille für das „Gedächtnis der Stadt“: Rüdiger Störkel

Gute Geschichten ziehen in den Bann, sie erzählen von Menschen und ihrem Leben gestern und heute: Davon hat Herborns langjähriger Stadtarchivar Rüdiger Störkel seiner Stadt einen reichhaltigen Schatz geschenkt. Der Historiker gilt als Meister seines Fachs und hat sich in den vergangenen 40 Jahren als „Gedächtnis der Stadt“ hervorgetan. Dafür erhielt er im Dezember die Ehrenmedaille der Stadt Herborn.

Mit einer unbändigen Neugier und dem fast enzyklopädischen Wissen hat er die Geschichte Herborns erforscht und in vielerlei Hinsicht dazu beigetragen, dass das Wissen über die Stadt von der Blütezeit der Hohen Schule bis heute nicht im Dunkel der Vergangenheit verschwindet. Störkel hat nicht nur selbst viele Geschichten, vielmehr wissenschaftliche Aufsätze und Bücher, geschrieben, sondern er hat eben auch Stadtgeschichte geschrieben. Hervorzuheben sind u.a. das Buch in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein „750 Jahre Stadt Herborn“ sowie das Werk zur Encyclopaedia des Johann Heinrich Alsted von 1630 „Bildungsgut für Europa“.

Seit 1973 war Rüdiger Störkel nebenberuflich, ab 1979 bis 2014 hauptberuflich Stadtarchivar in Herborn. Er habe den Herborner Bürgerinnen und Bürgern, so Stadtverordnetenvorsteher Jörg Michael Müller bei der Ehrung, den „Stolz auf ihre Stadt“ beigebracht. Auf Störkels Initiative gehen auch die heute allseits beliebten Stadtführungen in Herborn zurück. Er habe immer wieder die guten und schlechten Seiten der Geschichte beleuchtet, von der Bedeutung und Rezeption von Druckwerken aus der Hohen Schule zu berichten gewusst oder das Schicksal aus Herborn deportierter Juden sichtbar gemacht. Durch sein Wirken hat er einen bedeutsamen Beitrag geleistet zum Erhalt der historischen Altstadt, dem Errichten der Fußgängerzone, der Gründung des Museums in der Hohen Schule, dem Verbleib des Theologischen Seminars in Herborn, dem Aufstellen des Holocaust-Mahnmals und vielen weiteren positiven Entwicklungen.

Rüdiger Störkel geht als „Universalgelehrter“ der Neuzeit in die Geschichte des Stadt Herborn ein, so dass in vielen hundert Jahren andere Historiker auf sein Wirken zurückblicken und eine historische Chronik verfassen können, um sich seinen Dienst für die Stadt Herborn in Erinnerung zu rufen.

Bild: DieFotoMafia.de/H.-D. Wieden

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