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Vernetzter Naturschutz am Amdorfbach

Vernetzter Naturschutz am Amdorfbach

Biotoppflege lässt Amdorfbach-Aue gedeihen: Vogelzwitschern und Naturidylle pur, so präsentiert sich die Auenlandschaft zwischen Burg und Uckersdorf.

In der vergangenen Dekade hat sich das Biotop Amdorfbach dank dem vernetzten Handeln verschiedener Institutionen und Akteure sehr gut entwickelt. Vielfältige Biotope entstanden, wurden aufgewertet und sind inzwischen zu einem Biotopnetzwerk zusammengewachsen. Das Wechselspiel von Wasser, Wald und Talhängen schafft an den Ufern des Amdorfbaches ein breites Spektrum der Lebensräume für Flora und Fauna. Hier finden sich Feuchtwiesen, Kleintümpel, reaktivierte alte Wiesenbewässerungsgräben und Steinhaufen als Verstecke und Sonnenplätze für Kriechtiere. Der naturnahe Umbau von Wehren im Amdorfbach macht das Gewässer nun noch fischfreundlicher.

Dass die Aue des Amdorfbaches ein wichtiger Lebensraum mit reichem Nahrungsangebot und Rückzugsmöglichkeiten für Reptilien, Amphibien, Vögel und andere Tiere ist und als solcher erhalten bleibt, ging einher mit dem Flurbereinigungsverfahren und dem Engagement der Naturlandstiftung Lahn-Dill-Kreis e. V.

Das Entstehen und der Erhalt des Biotopnetzwerks Amdorfbach-Aue wurde begünstigt durch das vernetzte Handeln von Stadt, Amt für Bodenmanagement Marburg, Naturlandstiftung und die ehrenamtliche Naturschutzarbeit des Fördervereins des Tierparks Herborn, diverser Schülergruppen der Wilhelm von Oranien-Schule und der Rittal Foundation.

Die beteiligten Akteure leisten mit der Übernahme von Pflegeaufträge für bestimmte Teile des Biotops einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Zum Gedeihen der Amdorfbach-Aue hat sicher auch beigetragen, dass Ufergehölze verjüngt wurden und eine alte angrenzende Streuobstwiese mit neu gepflanzten regionalen Obstsorten aufgefrischt wurde.

Die Idee, des inzwischen pensionierten Lehrers der Wilhelm von Oranien-Schule Rudolf Kaschte, den Biologieunterricht in das „Freiluft-Klassenzimmer“ zu verlegen, leistet der der Biotopentwicklung und der Kooperation der Akteure Vorschub. Kollege Timo Jung führt das Biotoppflege-Projekt heute weiter. Die Schülerinnen und Schüler pflegen eine Feuchtwiese als Lebensraum für Amphibien und Reptilien im Überschwemmungsgebiet des Amdorfbachs.

Im Jahr 2019 übernahmen Auszubildende der Rittal Group eine Pflegepatenschaft. Ehrenamtlich kümmern sie sich um ein Waldrandbiotop am ehemaligen Bahndamm entlang des Fahrradweges (Hessischer Radweg R8) und dem Wanderweg H4. Spaziergänger erleben hier die artenreiche Natur im Vorbeigehen, eine große Schautafel informiert über das Feuchtbiotop und seine Funktion für Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt. Bis nächstes Jahr soll ein weiteres Wehr im Ortskern des Stadtteisl Burg so umgestaltet werden, dass die Fischwanderung flussaufwärts erleichtert wird.
 

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