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65 Preise beim Herborner Weihnachtsspiel

65 Preise beim Herborner Weihnachtsspiel

Das Herborner Weihnachtsspiel ist nach dreijähriger Pause wieder zurück. Christian Hoge hat dazu folgendes im Herborner Tageblatt geschrieben:

Viele Menschen dürften es vermisst haben: Nach zwei Jahren Corona-Pause feiert das Herborner Weihnachtsspiel seine Rückkehr. Die beliebte Verlosung wird dieses Jahr etwas anders aussehen – vieles bleibt aber auch beim Alten. Ein Überblick zum Weihnachtsspiel und weiteren Plänen des Herborner Werberings

Das Weihnachtsspiel ist ein traditionelles Gewinnspiel, für das Teilnehmer Lose kaufen müssen. Nachdem der Verkauf beendet ist, werden verschiedene Gewinne verlost.

Einen Tag vor dem 1. Advent beginnt der Losverkauf. Ab Samstag, 26. November, sind die Lose unter anderem in Herborner Geschäften zu bekommen – für je einen Euro. Aktuell gebe es bereits rund 40 Anlaufstellen, berichtet Claus Krimmel vom Werbering. Tendenz steigend. „Wir sind freudig überrascht, dass so viele mitmachen“, sagt sein Kollege Lars Heidemann. Der Verkauf läuft bis zum Donnerstag, 22. Dezember.

Ja. Sie steht ebenfalls am Donnerstag, 22. Dezember, an. Dann zieht die Glücksfee die Lose unter notarieller Aufsicht. Los geht es abends um 18 Uhr. In den vergangenen Jahren kamen meist rund 2000 Menschen. Der Ort des Geschehens wechselt dieses Mal vom Kornmarkt zum Marktplatz. Dort fand vor drei Jahren – also während der letzten Auflage des Weihnachtsspiels – noch der Weihnachtsmarkt statt. Dieser wird aber, wie 2021, wieder im Stadtpark organisiert – vom 21. November bis zum 30. Dezember.

Insgesamt ist das Weihnachtsspiel kleiner als zuletzt. 2019 gab es 90.000 Lose, dieses Mal sind es 40.000. Die Zwischenziehungen fallen weg. Außerdem ist der bisherige Hauptgewinn, ein Auto, in diesem Jahr nicht im Lostopf. Die gesamte Gewinnsumme von 20.000 Euro wird auf 65 Einzelgewinne verteilt. Das sind etwa so viele Preise wie 2019 und zweieinhalb Mal so viele wie 2018.

Für die Gewinne gibt es sechs Stufen. Zur Ersten gehören 50 Gutscheine für je 100 Euro, die in Geschäften des Herborner Werberings oder der lokalen Gastronomie eingelöst werden können.

Die zweite Gewinnstufe heißt „Energie-Spritze: Dabei geht es um vier 500-Euro-Gutscheine der Stadtwerke, die für die Strom-, Gas- oder Wasserversorgung gültig sind. Die Summe wird als Gutschrift verrechnet. Drittens werden drei 1000-Euro-Gutscheine für Aral-Tankstellen verlost. Sie sind bundesweit einlösbar.

Zu gewinnen gibt es außerdem fünf Elektroscooter des Unternehmens Streetbooster aus Merkenbach – zwei im Wert von 699 Euro und drei im Wert von 999 Euro. Unter den Preisen findet sich zweimal das Apple i-Phone 14 Pro, das 1299 Euro kostet.

Auch der Hauptgewinn kommt aus dem Bereich Elektromobilität: Es handelt sich um einen 4000-Euro-Gutschein für das Radhaus Nord in Burg, das beispielsweise für ein E-Bike verwendet werden kann. Die Gutschein-Form sei bewusst gewählt worden, da alle ganz unterschiedliche Ansprüche an ein E-Bike haben, heißt es vom Werbering. Ausgeschlossen ist übrigens eine Bar-Auszahlung der Preise.

Bei der Auswahl seien verschiedene Themen berücksichtigt worden, die Menschen aktuell bewegen, erklärt Lars Heidemann. „Die Gewinne spiegeln auch den Zeitgeist wieder.“ Zu den Themen zählen etwa die gestiegenen Energie- und Tankpreise, Elektromobilität, aber auch die schwierige Situation vieler Geschäfte und der Gastronomie. „Die letzten Jahre sind nicht spurlos am Einzelhandel vorbeigegangen“, so der Werbering-Vertreter.

Wie in den Vorjahren spendet der Werbering den Überschuss aus dem Weihnachtsspiel. Das Geld soll Vereinen und mildtätigen Organisationen zugutekommen. Die genauen Bedingungen werden noch bekannt gegeben.

Auch in diesem Jahr ist die weihnachtliche Beleuchtung in Herborn zu sehen. Es wird also Lichterketten an den Giebeln geben. Die Herrnhuter Sterne an den Laternen, die für eine heimelige Weihnachtsatmosphäre sorgen sollen, bleiben ebenfalls.

Seit dieser Woche steht der bisher noch namenlose Nachfolger von „Joachim“ auf dem Marktplatz. Die Tanne stammt aus Aßlar, ist etwa zehn Meter hoch und wiegt fast drei Tonnen. Es werde weitere Bäume geben, sagt Claus Krimmel. Diese sollen in den Stadtteilen und der Innenstadt aufgestellt werden.

Es gebe viel Zuspruch für den Weihnachtspark im Stadtpark, aber auch kritische Stimmen, berichten die Vertreter des Werberings, ebenso wie Jörg Michael Simmer von Stadtmarketing. Der wichtigste Grund dafür, den Stadtpark dem Marktplatz vorzuziehen, sei, „dass das die durchführungssicherste Variante ist“, hält Lars Heidemann fest. Sollten doch noch Corona-Auflagen kommen, sind diese dort besser umsetzbar. Im nächsten Jahr kann alles ganz anders aussehen. Klar ist aber: Der Park wird noch weihnachtlicher gestaltet als im Vorjahr.

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