Woche der Arbeit 2026 an Lahn und Dill: Veranstaltungen für gute Arbeit, soziale Sicherheit und faires Miteinander
Die Woche der Arbeit an Lahn und Dill 2026 setzt sich ein für faire Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region. Unter dem Motto „Menschen gehen vor“ engagieren sich zahlreiche Partnerinnen und Partner aus Gewerkschaften, Kirchen, Schulen, Verwaltung und weiteren Organisationen, um den Wert von Solidarität und Gerechtigkeit mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm sichtbar zu machen.
Vielfältige Veranstaltungen im Zeichen von Solidarität und Vielfalt
Die Veranstaltungsreihe erstreckt sich vom 22. April bis zum 5. Mai 2026 und widmet sich aktuellen Herausforderungen in der Arbeitswelt sowie der Stärkung demokratischer Werte. Das gemeinsame Ziel: Sichere Arbeitsplätze, Chancengleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig zu fördern. Die Woche der Arbeit setzt sich aus kreativen, kulturellen und politischen Angeboten zusammen, in denen Beteiligung und Austausch ausdrücklich gewünscht sind.
Kunstausstellung und Vernissage: Die Perspektive der Jugend
Den Auftakt bildet die Ausstellung mit Druckgrafiken von Schülerinnen und Schülern des Johanneum-Gymnasiums. Die Werke sind im Stil von Werbeplakaten der 1920er Jahre gestaltet und sind vom 22. April bis 5. Mai im Haus der Kirche & Diakonie, Am Hintersand 15, zu sehen. Die feierliche Vernissage am 22. April um 12:00 Uhr gibt den jungen Künstlerinnen eine Stimme und schafft Raum für neue Sichtweisen zum gesellschaftlichen Wandel.
Dialog und Begegnung – Gottesdienste, Austausch und Rundgänge
Ein ökumenischer Gottesdienst am 26. April um 10:00 Uhr in der Evangelischen Kirche Langenaubach rückt mit dem Leitgedanken „Aufstehen für Frieden und Gerechtigkeit“ die ethischen Fragen von Arbeit und Zusammenleben ins Zentrum. Die Gottesdienstgestaltung sowie ein weltlicher Einwurf stellen sicher, dass Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit interreligiös und gesellschaftlich breit betrachtet wird.
Kabarettist René Sydow tritt am 29. April, um 19:30 Uhr, in der KuSch Herborn auf die Bühne: Mit seinem satirischen Programm „Sie dürfen sich wieder setzen“ beleuchtet er wortgewandt Wandel von Sprache und Zeitgeist sowie die Welt im Krisenmodus.
Am 3. Mai findet zudem ein historischer Rundgang unter dem Thema „Wie konnte das bei uns passieren?“ statt. Der Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Holocaust-Mahnmal in der Walther-Rathenau-Straße. Hier stehen Erinnerungsorte für Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit in Herborn im Fokus.
Zu einem Impulsvortrag „Rechtspopulismus. Warum?“ mit Prof. Dr. Dr. Helge Peukert lädt die AWO am 5. Mai um 18 Uhr ins Mehrgenerationenhaus, Walkmühlenweg 5, ein. In lockerer Atmosphäre findet ein Austausch bei Ofenpizza statt.
Zentrale Mai-Kundgebung: Für gute Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen
Höhepunkt der Woche ist die zentrale Mai-Kundgebung am Freitag, den 1. Mai 2026. Die Veranstaltung beginnt mit dem traditionellen Demonstrationszug um 10:30 Uhr ab der Geschäftsstelle der IG Metall in der Walther-Rathenau-Straße. Der Zug führt durch die Innenstadt zum Stadtpark Herborn, wo ab 11:00 Uhr die Kundgebung zum Tag der Arbeit startet. Hier sprechen unter anderem Kaweh Mansoori (Hessischer Wirtschaftsminister), Michael Rudolph (DGB Hessen-Thüringen) und Oliver Scheld (IG Metall Herborn-Betzdorf). Die Redebeiträge thematisieren aktuelle Herausforderungen in der Arbeitswelt, die Bedeutung sicherer Arbeitsverhältnisse und den Schutz zentraler Arbeitnehmerrechte wie den Acht-Stunden-Tag.
Die Kundgebung steht allen offen, die sich friedlich für Demokratie, eine gerechte Gesellschaft und Vielfalt engagieren möchten. Im Anschluss lädt ein Familienfest mit Musik, Speisen und einem bunten Programm für Groß und Klein zum Austausch und gemeinsamen Feiern ein.
Hintergründe und Bedeutung der Aktionswoche
Die Partnerinnen und Partner des Aktionsbündnisses eröffnen mit der Woche der Arbeit einen Raum für Austausch, Information und Beteiligung rund um das Thema Arbeitswelt. Mit dem Schwerpunkt „Menschen gehen vor“ werden die Herausforderungen des Arbeitsalltags ebenso angesprochen wie die Bedeutung solidarischer Grundhaltungen.
Gäste, Interessierte sowie alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen und mit ihrem Engagement für ein faires und respektvolles Miteinander einzustehen. Ob bei der kreativen Ausstellung, im Gottesdienst, beim Kabarett oder auf der Mai-Kundgebung – überall stehen Solidarität, Demokratie und Menschlichkeit im Mittelpunkt. Alle Veranstaltungen laden zum Mitmachen, Mitdiskutieren und Mitfeiern ein.
Veranstaltung | Datum | Ort | Themenschwerpunkt |
|---|---|---|---|
Kunstausstellung | 22.4.–5.5.2026 | Haus der Kirche & Diakonie, Herborn | Jugendperspektive auf Arbeit und Gesellschaft |
Vernissage | 22.4.2026, 12:00 | Haus der Kirche & Diakonie, Herborn | Auftakt zur Ausstellung |
Ökumenischer Gottesdienst | 26.4.2026, 10:00 | Evang. Kirche Langenaubach | Frieden, Gerechtigkeit, Verantwortung |
Kabarett-Abend | 29.4.2026, 19:30 | KuSch Herborn | Gesellschaftskritik, Satire |
Mai-Demonstration & Kundgebung | 1.5.2026, ab 10:30 | ab IG Metall–Stadtpark Herborn | Faire Arbeitsbedingungen, Solidarität, Demokratie |
Historischer Rundgang | 3.5.2026, 14:00 | Holocaust-Mahnmal, Herborn | Erinnerungskultur, Widerstand |
After-Work–Austausch Ofenpizza | 5.5.2026, 18:00 | Mehrgenerationenhaus Herborn | Austausch, Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt |