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GENO wirbt für Herborn

GENO wirbt für Herborn

Herborn, 12.06.2008: „Herborn – so bunt wie das Leben“: Wie vielfältig das Leben in der Bärenstadt sein kann, verdeutlicht das bunt gestalteten Logo schon seit einigen Monaten auch auf dem Titel des Stadtanzeigers Herborn. Zusammen mit dem „Herborn“-Schriftzug“ werden die Umrisse des Herborner Schlosses und die markanten Türme und Dächer künftig auf weithin erkennbar für alle Besucher Herborns zu sehen sein: Die Gemeinnützige Bau- & Siedlungsgenossenschaft Herborn eG (GENO) lässt den Schriftzug derzeit rund zwei Meter hoch an ihr Hochhaus in der Schumannstraße 7 anbringen.


Das Logo mit der Werbung für unsere Stadt dürfte noch von der Schnellstraße aus erkennbar sein. „Das soll auch unsere Verbundenheit mit der Stadt ausdrücken“, sagt GENO-Geschäftsführer Mark-Thomas Kling. Auf der von der Westerwaldstraße aus einsehbaren Seite des Hochhauses wird etwa genauso groß das grüne geschwungene „W“ als Logo des neuen "Westerwaldsteig“-Wanderwegs zu sehen sein, das von dem Herborner Olaf Groos entworfen wurde. Zu sehen sei wird die auf die Fassadenplatten aufgeklebte Werbung wahrscheinlich ab Juli – im August soll dann das Baugerüst am Hochhaus in der Schumannstraße 7 verschwinden, wenn die neuen Balkone an ihrem Platz sind.


Die GENO ist Herborns bedeutender Vermieter und eine echte „Vermietungsgenossenschaft“: Immerhin rund 17 Prozent oder rund 9340 Einwohner in der Kernstadt wohnen laut Geschäftsbericht in Wohnungen der GENO: Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl um 94 gestiegene, sagt Kling: Leicht sinkend ist hingegen wieder die Mitgliederentwicklung, sagt er: Zu Jahresbeginn 2007 seien 1018 Mitglieder mit 5384 Genossenschaftsanteilen verzeichnet gewesen, zum Jahresende waren es noch 1005 mit 5330 Anteilen.


Vor allem Energieeinsparungen haben die Arbeit der Gemeinnützigen Bau- & Siedlungsgenossenschaft Herborn eG (GENO) im vergangenen Jahr bestimmt. Rund 2,5 Millionen Euro und damit in etwas so viel wie schon im Jahr zuvor hat die Genossenschaft laut Geschäftsbericht 2007 in die Modernisierung und Instandhaltung ihrer Wohnhäuser investiert, sagten GENO-Geschäftsführer Mark-Thomas Kling und seine Vorstandskollegin Karin Hendriks.


Dabei wird der Bilanzgewinn in Höhe von etwa 65 670 Euro wie schon in den Vorjahren als vierprozentige Dividende für die Mitglieder der Genossenschaft ausgeschüttet wird. Trotz dieser Investitionen habe die GENO einen Jahresüberschuss in Höhe von mehr als 341 000 Euro erwirtschaftet, sagte Kling. Davon seien knapp 275 000 Euro in die Ergebnisrücklagen eingestellt worden. Leerstände hat es laut Kling im Vorjahr nicht gegeben, für innenstadtnahe Wohnungen gibt es sogar Wartelisten, sagte er. Auch die Fluktuationsquote sei im Vorjahr gesunken, erklärte der GENO-Geschäftsführer: 54 Mieter seien aus- oder umgezogen. Dieses Jahr werde diese Zahl aber voraussichtlich wieder steigen, prognostizierte er. Schon heute habe es 30 Mieterwechsel gegeben - Ganz wenige wegen Unzufriedenheit“, betonte er.


Bei Mieterwechseln wird in der Regel vor allem die Elektro- und Sanitärinstallation auf den neuesten Stand der Technik gebracht, außerdem steht dann oft die Erneuerung der Oberböden in den Wohnungen an. Dabei würden die Wünsche der Mieter immer größer und seien oft nicht zu erfüllen, bedauert Klimg: „Das Anspruchsdenken ist deutlich gestiegen“. Vorrang müssten bei der Modernisierung aber allemal die Energiesparmaßnahmen haben, betonte er. Außer auf Energieeinsparung legt die GENO aber auch Wert auf die Verbesserung des sogenannten Wohnumfeldes, also beispielsweise der Außenanlagen und Fassaden – wobei hier die Dämmung der Außenwände Hand in Hand mit der farblichen Neugestaltung und modernen Balkonen geht, wie beispielsweise in den Häusern der Willy-Brandt-Straße 33 bis 35 und im Johann-Piscator-Weg 1. Die Außenanlagen habe man im Johannisberg 7 und 9 neu gestaltet, in der Konrad-Adenauerstraße 11 bis 13 die Bäder und Küchen komplett saniert sowie die Heizungsanlage auf Brennwerttechnik umgestellt, berichtete Kling.


Farblich neugestaltet wurden auch die Häuser im Franzosenweg 43 bis 53. Größter „Brocken ist die im Dezember begonnene Großmodernisierung des Hochhauses in der Schumannstraße 7, die voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen werden könne, sagte Kling. Rund 1,4 Millionen steckt die GENO in dieses Projekt, von dem sie ein Energie-Einsparpotential von rund 50 Prozent erhofft. Außerdem habe man drei Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 45 000 Kilowattstunden auf Häusern in der Alsbach errichtet.


Im bevorstehenden Geschäftsjahr werde das Modernisierungsprogramm im Stadtgebiet Alsbach fortgesetzt, wo die Häuser Am Galgenberg 1 und 3 energetisch modernisiert und mit Vorstellbalkonen ausgestattet werden. Außerdem steht laut Kling für die Konrad-Adenauer-Straße 11 und 13 der zweite Bauabschnitt mit einem Vollwärmeschutz und dem Auswechseln der Balkone an. Während die umfassende Modernisierung des Hochhauses in der Schumannstraße beendet werde, beginne ein ähnliches Projekt für das benachbarte Hochhaus in der Mozartstraße 11, kündigte der Geschäftsführer an. Über den Geschäftsbericht und den Jahresabschluss beschließen die Mitglieder der GENO im Rahmen ihrer Jahres-Mitgliederversammlung, die am kommenden Mittwoch (18. Juni) um 17 Uhr in der Konferenzhalle des evangelischen Gemeinschaftsverbands beginnt.


Bild und Text: Klaus Kordesch